Harburg/Harburger Binnenhafen. Rund um das Becken des Harburger Seehafen 3 entsteht bis 2028 ein Logistikpark mit rund 77.000 Quadratmetern Mietfläche. Dazu wird ein Industrieareal umgebaut, auf dem früher Speiseöle verarbeitet worden sind. Der Clou: Der Standort ist angebunden an das Straßennetz, er hat aber auch eine eigene Gleisanbindung, zudem wird es auch einen eigenen Schiffsanleger und eine Umschlagsplattform für See- und Binnenschiffe geben. Darauf weist auch der Name des Großprojekts hin: TriPort Hamburg.
Investor von TriPort ist ein Joint Venture der HiH Invest Real Estate und Urban Partners, beides private Unternehmen, die auch schon ein Logistikprojekt in Billbrook umgesetzt haben. „Mit dem Erwerb der Fläche und der Entwicklung des Logistikparks im Harburger Seehafen unterstreichen wir die Bedeutung des deutschen Logistiksektors – weil wir sichere Lieferketten und eine resiliente kritische Infrastruktur schätzen“, sagt Wolfgang Ködel, Managing Director und Head of Real Estate Deutschland bei Urban Partners.
Maximilian Tappert, Head of Transaction Management Logistics bei der HIH Invest sieht in TriPort „einen der seltenen Logistikstandorte in direkter Hafenlage mit trimodaler Anbindung und hervorragender Einbindung in nationale sowie internationale Warenströme“.
Neues Leben für ehemaliges Industrieareal
Das neue Logistikzentrum wird von Entwickler FOUR PARX als Brownfield-Projekt umgesetzt. Das heißt: Hier wird ein bereits genutztes Areal saniert und modernisiert, setzt aber auch auf schon vorhandene Infrastruktur – anders als bei Greenfield-Projekten, dem Neubau auf der „grünen Wiese“.
Bisher war das Grundstück an der Seehafenstraße 24 Vetriebsstandort der Olenex Edible Oils GmbH. Der Standort war aber in Juni 2023 geschlossen worden, nachdem das Unternehmen massiv in den Standort Brake an der Unterweser investiert hatte. Die Modernisierung und der Erhalt der alten Produktionsanlagen an der Seehafenstraße rechneten sich im Vergleich zu einem zentralen, hocheffizienten Neubau nicht mehr. (ag)





