Der Trinkwasserbrunnen am Seeveplatz in Harburg. Foto: Christian Bittcher
Der Trinkwasserbrunnen am Seeveplatz in Harburg. Foto: Christian Bittcher
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Trepoll: Nur sechs Trinkwasserbrunnen in ganz Harburg sind viel zu wenig

Harburg - Der Mai hatte die ersten Sommertage mit Temperaturen bis zu 30 Grad im Gepäck. Die nächste Heißwetterperiode steht am Wochenende vor der Tür. Und obwohl die Hitzephasen der vergangenen Sommer Groß und Klein, Jung und Alt körperlich an die Grenzen gebracht haben, liegt der Ausbau der öffentlichen Trinkwasserverfügbarkeit in Harburg buchstäblich auf dem Trockenen. Denn wie schon im Vorjahr gibt es im gesamten Bezirk nur sechs öffentliche Trinkwasserspender. Dies geht aus der Senatsantwort auf eine aktuelle Anfrage (Drs. 23/4293) des Harburger CDU-Bürgerschaftsabgeordneten, André Trepoll, hervor. Rechnerisch müssen sich demnach 30.000 Harburger einen dieser wenigen Trinkwasserspender im Bezirk teilen. Touristen und Menschen aus dem Umland noch nicht einmal eingeschlossen.

Für den Vorsitzenden der Harburger CDU, André Trepoll, ist dies gleichermaßen beschämend wie typisch: „Sechs Trinkwasserspender für 180.000 Menschen waren und bleiben der buchstäbliche Tropfen auf den heißen Stein. Der Klimawandel mit immer mehr Dürreperioden und Heißwetterphasen fällt ja nicht vom Himmel. Das sollten eigentlich gerade Umweltsenatorin Fegebank ihre GRÜNEN wissen. Und doch gibt es nach elf Jahren durchgehender Regierungsbeteiligung der GRÜNEN in Hamburg nur knapp eine Handvoll Trinkwasserspender in Harburg. Ein echtes Armutszeugnis.“

Richtig verärgert ist der Abgeordnete aus Süderelbe über die Begründung des rot-grünen Senats für den Stillstand bei der Trinkwasserverfügbarkeit südlich der Elbe. Demnach habe eine Prüfung der Umweltbehörde ergeben, „dass für die Errichtung und den Betrieb weiterer Trinkwasserspender aus Haushaltsmitteln derzeit keine Spielräume“ bestünden. „Rot-Grün blamiert sich mit dieser billigen Ausrede im schlimmsten Beamtendeutsch auf ganzer Linie.

Hamburg ist die zweitgrößte Stadt der drittgrößten Volkswirtschaft und hat angeblich kein Geld für ein paar einfache Trinkwasserspender. Dass SPD und GRÜNE aber beispielweise fast 600 Millionen Euro für die Fertigstellung des Elbtowers ausgeben, obwohl von SPD und GRÜNEN vorher ausdrücklich versprochen wurde, dass dafür kein Steuergeld fließt, zeigt, wie weit dieser Senat sich mittlerweile vom Alltag der einfachen Menschen entfremdet hat.“

Im Sinne der Förderung von Gesundheit und Aufenthaltsqualität muss der Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser im öffentlichen Raum im gesamten Bezirk unverzüglich verbessert werden, fordert Trepoll. „Hamburg Stadt am Wasser – aber weit weg vom Trinkwasser. Das ist die bittere Wahrheit auch im Sommer 2026. Als CDU fordern wir daher auch und gerade südlich der Elbe endlich ein flächendeckendes Netz an sauberen und gut erreichbaren Trinkwasserentnahmestellen“, so der CDU-Kreisvorsitzende.

Auch bei den öffentlichen Toilettenanlagen hat sich der Bürgerschaftswahl im März 2025 bezirksweit nichts getan. Trotz erkennbarer Engpässe an verschiedenen Stellen mit hohem Publikumsverkehr bleibt es bei sieben öffentlichen WC im gesamten Bezirk. „SPD und GRÜNE im Hamburger und Harburger Rathaus nehmen die Not mit der Notdurft nicht ernst. Dadurch wird nicht nur Wildpinkeln geradezu provoziert und die Aufenthaltsqualität massiv beeinträchtigt. Gerade für ältere Menschen und Familien mit Kindern werden Unternehmungen in Harburg zum unangenehmen Spießroutenlauf.“