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Lohnt sich ein Immobilienverkauf ohne Makler?

Ratgeber - Die Veräußerung des Eigenheims oder der Privatwohnung will gut organisiert sein, um das finanzielle Optimum herauszuholen. Bevor es an die Planung geht, stellt sich die Frage, ob Sie einen Makler zurate ziehen oder das Heft des Handelns in die eigene Hand nehmen. Beide Optionen haben ihre Vorzüge, denen Sie sich bewusst sein sollten. 

Warum Sie sich für einen Makler entscheiden sollten
Der Aufwand eines Immbobilienverkaufs ist immens. Haben Sie keine Erfahrung im Bereich Immobilien, ist die Aneignung des dafür erforderlichen Wissens zeitraubend und arbeitsintensiv. Die Schritte, die bei der Veräußerung von Immobilien notwendig sind, werden häufig unterschätzt. Besichtigungen potenzieller Käufer organisieren und bei Interesse Bonitäten überprüfen, Inserate erstellen oder eine professionelle Beschreibung der Immobilie sind nur einige der Arbeiten, die auf Sie zukommen. Weiterhin kann der Verkauf trotz Wohnungsknappheit lange dauern. Außerdem müssen Sie sich einen Überblick über den Wohnungsmarkt verschaffen. Der Wert der Immobilie setzt sich aus vielen Komponenten zusammen. Die Lage ist ein sehr wichtiger Faktor. Hinzu kommt der Zustand der Immobilie selbst. Ist sie energetisch für die Zukunft gewappnet? Wo kann gewinnbringend renoviert werden und wie entwickeln sich die Immobilienpreise in den kommenden Jahren? Möglicherweise ist ein Verkauf in zwei oder drei Jahren sinnvoller als in der aktuellen Lage. Die Beantwortung dieser Fragen erfordert viel Insiderwissen, das sich erfahrene Makler über viele Jahre angeeignet haben. 

Was macht einen guten Makler überhaupt aus?
Wenn Sie den Verkauf Ihrer Immobilie schon einem Makler anvertrauen, sollte er sein Geld wert sein. Gute Makler wissen das und verlangen dementsprechend eine ordentliche Provision, die Sie im Idealfall wieder reinholen. Lassen Sie sich von seinen Vorzügen unterrichten und verlangen Sie mögliche Qualifikationen und Referenzen. Da die Berufsbezeichnung Makler nicht geschützt ist, holen Sie sich nachweisbare Zertifizierungen ein, um seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Holen Sie sich Tipps von Freunden, die bereits Erfahrungen sammeln konnten. Gute Vergleichsangebote finden Sie auf entsprechenden Internetseiten.

Warum Sie sich gegen einen Makler entscheiden sollten
Immobilienmakler verlangen eine Provision. Mit dem Verzicht können Sie also bares Geld einsparen. Je nachdem, wie fit Sie bereits in einigen Teilaspekten des Immobilienverkaufs sind und wie hoch der Zeitaufwand ist, den Sie noch investieren müssen, kann ein eigenständiger Verkauf also lohnenswert sein. Wenn Sie auf eigene Faust Ihre Wohnung verkaufen möchten, finden sich zahlreiche Tipps im Internet. Dort bieten Unternehmen an, Teilaspekte des Verkaufs zu übernehmen, während Sie den Rest der Arbeit erledigen. Beispielsweise lassen Sie den Wert Ihrer Wohnung von einem Experten abschätzen und übernehmen die Organisation der Besichtigungen selbst. Bringt Ihnen der Verkauf des Eigenheims eine Million Euro ein, wären das bei einer üblichen Maklerprovision von 3 Prozent 30.000 Euro. Diese Summe können Sie beim Abschätzen des Immobilienwertes als Verhandlungsspielraum einbringen.

FazitOb sich der eigenständige Verkauf lohnt, lässt sich im Voraus schwierig beurteilen und ist auch davon abhängig, welche Fähigkeiten Sie sich bereits angeeignet haben, um das Unterfangen zu stemmen. Ein Kaufmann oder Bankfachmann, der sich bereits mit Zahlen und Verkaufsprozessen auskennt, hat eine niedrigere Einstiegshöhe zu bewältigen als ein völlig fachfremder Biologe. dl