Harburg - Mit einem neuen spannenden Vortrag setzt das Harburger Museum den Veranstaltungsreigen im Planet Harburg fort. Am Donnerstag, 27. November, um 18 Uhr, wird Dr. Bente Majchczack, Institut für Ur- und Frühgeschichte CAU Kiel, von der legendären Stadt Rungholt berichten, die einst im nordfriesischen Wattenmeer gelegen haben soll. Viele Legenden ranken sich um das "Atlantis des Nordens" und seinen Untergang.
Versunkene Städte bieten immer Stoff für Geschichten. Auch hier im Norden gibt es eine solche Sage, die schon seit Jahrhunderten die Fantasie von Künstlern beflügelt und für Streit unter Wissenschaftlern sorgt: Die Legende der Stadt Rungholt. Lange Zeit galt sie als Mythos, bevor die Geschichtswissenschaft 1938 ihre reale Existenz anerkannte. Demnach war Rungholt eines von sieben Kirchspielen der ehemaligen Insel Strand und ein bedeutender Handelsort. Als sicher gilt inzwischen auch, dass Rungholt im Jahr 1362 einer Sturmflut, auch "grote Mandränke" genannt, zum Opfer fiel.
Viele Schatzsucher machten sich schon auf die Suche nach den unermesslichen Reichtümern der Stadt. Immer wieder tauchen Überbleibsel Rungholts unter Wasser und Schlick auf. Erst in den letzten Jahren kam es zu neuen Funden und wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um die versunkene Stadt. Ein Forscherteam des Instituts für Geowissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hatte während einer Forschungsfahrt im Wattenmeer vor Nordstrand weitere mittelalterliche Wohnhügel, sogenannte Warften, entdeckt.
Informationen:
Termin: 27.11.2025, 18 Uhr
Ort: Planet Harburg, Herbert-und-Greta-Wehner-Platz
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: ohne

