Neuwiedenthal - Am Freitag gegen 10 Uhr ist ein 20-jähriger Mann ohne Fremdeinwirkung in den Gleisbereich im S-Bahn-Haltepunkt Neuwiedenthal gestürzt und auf die Abdeckung der Stromschiene gefallen.
Zu diesem Zeitpunkt fand auf den Gleisen im S-Bahn-Haltepunkt Neuwiedenthal Regelbetrieb statt, so dass folglich jederzeit ein Zug auf dem betroffenen Gleis hätte verkehren können.
Diese Handlung wurde von einer unbekannt gebliebenen Frau beobachtet. Sie alarmierte umgehend die Rettungskette über den Notruf. Durch die Bundespolizei wurden eine Streckensperrung für den S-Bahn-Haltepunkt sowie eine Stromabschaltung der Stromschiene angeordnet.
Die Melderin half anschließend dem deutschen Staatsangehörigen beim Herausklettern aus dem Gleisbereich. Um 10:01 Uhr befand sich der Mann bereits wieder auf dem Bahnsteig.
Beim Eintreffen der Bundespolizei am Einsatzort konnte die meldende Frau nicht mehr angetroffen werden. Der 20-Jährige gab gegenüber der eingetroffenen Rettungswagenbesatzung an, keine Verletzungen erlitten zu haben und keine medizinische Versorgung zu benötigen.
In einem Präventionsgespräch mit den Bundespolizisten über die Gefahren im Gleisbereich erkannte der Mann die Gefahren im Gleisbereich. Er gab an keine Suizidabsichten zu haben. Er sei unachtsam gewesen und versehentlich ins Gleis gestürzt.
Eine umgehend durchgeführte Videosichtung bestätigte den oben beschriebenen Ablauf. Der Mann ist über den Bahnsteig gegangen und hat ohne Fremdeinwirkung einen Schritt "ins Leere" getätigt, sodass er in den Gleisbereich fiel.
Der Mann wurde nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen mit einem Platzverweis für den S-Bahn-Haltepunkt Neuwiedenthal entlassen. Er war unverletzt, orientiert und gehfähig.
