Harburg – Die Zahl der Studenten an der Technischen Universität in Harburg soll in den kommenden Jahren von jetzt 7.500 auf 10.000 wachsen.
Der Platz dafür ist schon im Bau, der Innovation Port (HIP) in der Blohmstraße hat gerade Richtfest gefeiert. Wo die Studenten allerdings wohnen können, steht noch in den Sternen. Einen Plan dafür scheint es in Harburg jedenfalls nicht zu geben, das ergab eine Anfrage der Fraktion Die Linke in der Bezirksversammlung Harburg.
Die Fraktion hatte vorgeschlagen, das Gebäude der ehemaligen Erstaufnahme für Flüchtlinge in der Schlachthofstraße kurzfristig für die Unterbringung von Studenten zu nutzen. Die Sozialbehörde hatte den ehemaligen Fegro-Markt Ende 2015 gemietet, um dort bis zu 1500 Flüchtlingen unterzubringen. Nach der Schließung war die Soko „Schwarzer Block“ eingezogen, die die Ausschreitungen während des G20-Gipfels aufarbeiten sollte. Anfang Oktober ist die Soko wieder aufgelöst worden, das Gebäude steht leer.
Inzwischen hat die Finanzbehörde den Vorschlag der Linken abgelehnt. Die Begründung: Das Objekt befinde sich in privater Hand, somit habe die Freie und Hansestadt Hamburg keinen Zugriff. Aufgrund seiner Beschaffenheit als Logistikhalle sei darüber hinaus die kurzfristige Nutzung für die Zwecke „Studentisches Wohnen“ nicht gegeben.
Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) habe sich aber mal bei seinen externen Dienstleistern SAGA und Sprinkenhof umgehört. Aber die sahen keine Möglichkeit, Studenten kurzfristig und auch nur vorübergehend unterzubringen. Ihr Bestand sei fast vollständig vermietet oder so sanierungsbedürftig, dass an eine Wohnnutzung nicht zu denken sei.


