Wilhelmsburg - Ein Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen hat am frühen Donnerstagabend in Wilhelmsburg einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Auslöser war nach ersten Erkenntnissen eine Fahrerflucht, die in einem Frontalcrash endete.
Gegen 18.30 Uhr fuhr ein Autofahrer auf der Kornweide im Hamburger Süden auf ein vorausfahrendes Fahrzeug auf. Anstatt anzuhalten, beschleunigte der Mann und entfernte sich mit hoher Geschwindigkeit vom Unfallort. Das beschädigte Fahrzeug blieb zurück.
Nur rund einen Kilometer weiter kam es zur nächsten Kollision: An der Ecke Otto-Brenner-Straße/Kirchdorfer Straße prallte der flüchtige Wagen frontal in ein entgegenkommendes Auto. Mindestens ein weiteres Fahrzeug fuhr anschließend in die Unfallstelle. Insgesamt wurden vier Fahrzeuge an der Kirchdorfer Straße beschädigt, hinzu kommt das zuvor gerammte Auto an der Kornweide.
Nach Angaben des Lagezentrums der Polizei erlitten mindestens zwei Fahrzeuge Totalschaden. Eine Person wurde verletzt. Reporter beobachteten, wie eine Frau und ein Kind im Rettungswagen medizinisch versorgt wurden. Angaben zur Schwere der Verletzungen lagen zunächst nicht vor.
Der mutmaßliche Unfallverursacher soll nach dem Frontalzusammenstoß aus seinem Wagen gestiegen und zu Fuß geflüchtet sein. Die Polizei leitete sofort eine umfangreiche Fahndung ein. Neben zahlreichen Streifenwagen kam auch der Polizeihubschrauber „Libelle“ zum Einsatz.
Die Polizei nahm kurze Zeit später einen Verdächtigen fest. Der Mann bestreitet zwar der Fahrer des Unfallfahrzeuges zu sein. Räumt allerdings ein im Tatfahrzeug gesessen zu haben. Ob dies der Wahrheit entspricht, werden die Ermittlung der Polizei zeigen.
Wie genau es zu den beiden Unfällen kam und welche Geschwindigkeit der Fahrer erreichte, ist noch unklar. Ein Verkehrsunfallteam der Polizei sichert Spuren und rekonstruiert den Ablauf.

