Schwerer Verkehrsunfall auf Rosengartenstraße: Polizei-Sperrungen wurden missachtet
Trümmerfeld auf der Rosengartenstraße: Einsatzkräfte am Unfallort. Foto: Feuerwehr
Trümmerfeld auf der Rosengartenstraße: Einsatzkräfte am Unfallort. Foto: Feuerwehr
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Schwerer Verkehrsunfall auf Rosengartenstraße: Polizei-Sperrungen wurden missachtet

Leversen – Am Mittwoch gegen 13:50 Uhr, kam es auf der Rosengartenstraße im Landkreis Harburg  zu einem schweren Verkehrsunfall. Aus bislang unklarer Ursache war dabei ein 86-jähriger Mann mit seiner Mercedes B-Klasse auf der Fahrt in Richtung Sieversen nach links in die Gegenfahrspur geraten und dort frontal mit dem Skoda Octavia einer 53-jährigen Frau kollidiert. Durch den Zusammenstoß überschlug sich der Mercedes und blieb quer zur Fahrtrichtung stehen. Der Skoda geriet ins Schleudern und landete im Straßengraben.

Eine 80-jährige Frau, die als Beifahrerin im Mercedes saß, wurde schwer verletzt. Die beiden Fahrer sowie zwei zwölf und 13 Jahre alte Jungen, die ebenfalls in dem Mercedes saßen, erlitten leichte Verletzungen. Alle fünf Beteiligten kamen mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser.

Ein Gutachter machte sich vor Ort ein Bild von den Unfallspuren. Die Rosengartenstraße musste für die Rettungsarbeiten, bei denen neben mehreren Rettungswagen auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz war, und die Unfallaufnahme bis etwa 18 Uhr voll gesperrt werden.

Dazu Jan Krüger, Polizeisprecher der Polizeiinspektion Harburg: "Die Kollegen an den Sperrstellen berichteten im Anschluss von zahlreichen Verkehrsteilnehmenden, die sich über die Absperrung beschwerten, weil sie nun einen Umweg in Kauf nehmen mussten. Dies gipfelte sogar darin, dass Fahrzeuge über Waldwege an die gesperrte Strecke fuhren oder bereits aufgestellte Warnbaken und Sperrbänder beiseite geräumt wurden und man über den Gehweg in die Rosengartenstraße einfuhr, um dann vor der Unfallstelle doch wieder wenden zu müssen. Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel und respektlos gegenüber den Einsatzkräften und den Verletzten. Gegen mehrere Verkehrsteilnehmer wurden Platzverweise erteilt und Bußgeldverfahren eingeleitet."

An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Die Polizei schätzt die Gesamtschadenshöhe auf rund 80.000 Euro.