Einen Großeinsatz der Feuerwehr verursachte am Mittwochmorgen ein Gefahrguteinsatz in einer Spedition in Maschen. Ein beschädigtes Gebinde wurde durch die Feuerwehrkräfte unter Atemschutz geborgen. Foto: Hirschmeier/Köhlbrandt
Einen Großeinsatz der Feuerwehr verursachte am Mittwochmorgen ein Gefahrguteinsatz in einer Spedition in Maschen. Ein beschädigtes Gebinde wurde durch die Feuerwehrkräfte unter Atemschutz geborgen. Foto: Hirschmeier/Köhlbrandt
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Großeinsatz der Feuerwehr: Gefahrgutunfall in einer Spedition in Maschen

Maschen - Einen Großeinsatz mehrerer Feuerwehren der Gemeinde Seevetal sowie mehrerer Fachzüge der Kreisfeuerwehr hat ein Gefahrgutunfall in einer Spedition in der Straße Unner de Bult in Maschen am Mittwochmorgen ausgelöst.

Aus bislang nicht geklärter Ursache war dabei ein Gebinde mit einem flüssigen Stoff heruntergefallen, das Gebinde wurde beschädigt, der Stoff trat aus. Die Mitarbeiter der Spedition handelten vorbildlich: Sie öffneten Tore und Fenster, um eine Querlüftung zu veranlassen und räumten im direkten Anschluss das gesamte Speditionsgebäude samt Lagerhalle.

Unverzüglich wurde über den Notruf die Winsener Rettungsleitstelle über diesen Unfall in Kenntnis gesetzt. Die Leistelle alarmierte um 7.49 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren aus Maschen und Hittfeld, den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Seevetal sowie die aus Personal und Fahrzeugen der Feuerwehren Emsen/Langenrehm, Fleestedt, Maschen und Nenndorf bestehenden Fachzug Gefahrgut und dem Einsatzleitwagen ELW 2 aus Ashausen mit Personal aus Feuerwehren des Landkreises Harburg zu dieser Einsatzstelle.

Zur eventuellen Versorgung von Verletzten kam zusätzlich ein Rettungswagen des DRK zum Einsatz. Das Personal des RTW untersuchte mehrere Mitarbeiter, sie konnten aber am Einsatzort verbleiben.

Mehrere Feuerwehrkräfte gingen unter Atemschutz in die gut belüftete Lagerhalle vor und nahmen zunächst Proben des beschädigten Gebindes. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich bei der ausgelaufenen Flüssigkeit um eine kleinere Menge Essigsäure handelte. Weitere Feuerwehrkräfte unter Atemschutz stellten das beschädigte Gebinde sicher und verstauten es in einem speziellen Überfass.

Auch weitere Gebinde, die mit der ausgelaufenen Flüssigkeit in Berührung kamen, wurden sichergestellt. Die ausgetretene Flüssigkeit wurde mit speziellem Bindemittel für Gefahrgut abgestreut. Für die Feuerwehren war der Einsatz nach gut eineinhalb Stunden beendet, Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die genaue Unfallursache ist nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.