Das stark beschädigte Boot wurde in einem provisorischen Auffangbecken abgelegt und dem Eigentümer zur Reparatur oder Entsorgung übergeben. Foto: Lenthe-Medien/Reimer
Das stark beschädigte Boot wurde in einem provisorischen Auffangbecken abgelegt und dem Eigentümer zur Reparatur oder Entsorgung übergeben. Foto: Lenthe-Medien/Reimer
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Großeinsatz im Binnenhafen: Feuerwehr verhindert größere Ölverschmutzung

Harburg - Ein eigentlich routinemäßiger Umwelteinsatz hat die Feuerwehr am Donnerstag im Harburger Binnenhafen stundenlang beschäftigt. Gegen 13.40 Uhr rückten die Einsatzkräfte zum Lotsekai aus, um im Holzhafen sogenannte Öl-Sperren auszubringen. Hintergrund war ein seit rund zwei Wochen auf Grund liegendes Motorboot, aus dem erneut Öl und Kraftstoff austraten. Die Alarmierung erfolgte nach Angaben der Feuerwehr durch die Hamburger Umweltbehörde.

Im Verlauf entwickelte sich der Einsatz zu einer aufwendigen Bergungsaktion. Bis 20.50 Uhr arbeiteten die Kräfte daran, das beschädigte Boot zu sichern, anzuheben und eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung zu verhindern. Zunächst pumpten sie Treibstoff sowie öl- und kraftstoffbelastetes Wasser aus dem Inneren des Bootes ab.

Feuerwehrtaucher brachten anschließend Hebekissen am Wrack an, bevor ein Feuerwehrkran das Boot aus seiner Lage hob und aus dem Wasser bergen konnte. Die Maßnahmen erfolgten in Amtshilfe für die Wasserschutzpolizei und das Bezirksamt Harburg.

Das stark beschädigte Boot wurde in einem provisorischen Auffangbecken abgelegt und dem Eigentümer zur Reparatur oder Entsorgung übergeben. Auch die fachgerechte Entsorgung des kontaminierten Abwassers und der Kraftstoffreste obliegt dem Besitzer – voraussichtlich mit erheblichen Kosten verbunden.

Um eine weitere Verteilung bereits ausgetretenen Öls im Hafenbecken zu verhindern, umspannten die Einsatzkräfte zudem mehrere an der Liegestelle vertäute Schiffe vorsorglich mit Ölabsorberschläuchen.