Harburg - Bei einer gemeinsamen Schwerpunktkontrolle haben mehrere Behörden am Dienstag fünf Friseurbetriebe im Bezirk Harburg überprüft. An dem Einsatz beteiligt waren das Bezirksamt Harburg mit den Bereichen Bauprüfung und Verbraucherschutz, die Handwerkskammer Hamburg, die Friseurinnung, die Polizei sowie Zoll und Finanzverwaltung.
Im Mittelpunkt der Kontrolle standen die hygienischen und baulichen Zustände der Betriebe sowie die Einhaltung handwerks- und gewerberechtlicher Vorschriften. Dazu zählt unter anderem das Vorhandensein einer qualifizierten Betriebsleitung. Zudem wurden arbeitgeberseitige Pflichten im Bereich der Sozialversicherung geprüft.
Nach Angaben des Bezirksamts wurden in allen kontrollierten Geschäften Hygienemängel festgestellt, teils auch bauliche Defizite. Ein Barbershop musste aufgrund erheblicher baurechtlicher Mängel vorübergehend geschlossen werden, da diese auch Auswirkungen auf den Brandschutz haben könnten. In einem weiteren Betrieb konnte eine Schließung nach Klärung des Sachverhalts abgewendet werden. Stattdessen wurde ein milderes, aber gleich wirksames Mittel zur Wiederherstellung ordnungsgemäßer Zustände angewendet.
Zu möglichen Verstößen in den Bereichen Sozialversicherung, Schwarzarbeit oder Steuerrecht äußerten sich die beteiligten Stellen nicht; hierfür seien ausschließlich die jeweils zuständigen Behörden auskunftsberechtigt. Die festgestellten Mängel sollen nun weiterverfolgt und erforderliche Maßnahmen eingeleitet werden.

