Harburg - Nach erstem Sachstand der Bundespolizeiinspektion soll ein 25-jähriger Mann am Freitag gegen 16.40 Uhr beim Sammeln von Pfandflaschen in einem fahrenden ICE auf der Fahrt zwischen dem Fernbahnhof Harburg und dem Hamburger Hauptbahnhof einen 63-jährigen DB-Zugbegleiter attackiert haben.
Der Beschuldigte soll ohne Fahrkarte im Bahnhof Harburg gezielt den abfahrbereiten ICE bestiegen haben, um Leergut im Zug bis zum Hauptbahnhof zu sammeln. Bei einer Kontrolle durch den Zugbegleiter im ICE wurde der französische Staatsangehörige auf sein Fehlverhalten angesprochen.
„Umgehend soll der 25-Jährige den DB-Mitarbeiter dann kraftvoll zur Seite in die Gepäckanlage gestoßen haben. Ohne sich weiter um den Zugbegleiter zu kümmern, soll der Beschuldigte weiter durch den Zug gegangen sein, um Pfandflaschen zu sammeln“, sagt Pressesprecher Polizeihauptkommissar Rüdiger Carstens und fügt hinzu: „Der Zugbegleiter klagte über starke Schmerzen im Rippenbereich und wollte ggf. selbstständig einen Arzt im Nachgang aufsuchen, der Einsatz eines RTW wurde aber vor Ort abgelehnt."
Die Einsatzzentrale der Bundespolizeiinspektion Hamburg wurde über den Vorfall im ICE telefonisch informiert. Mehrere Bundespolizisten erreichten bei Einfahrt des ICE am Bahnsteig zum Gleis 13 den Einsatzort im Hauptbahnhof. Die Beteiligten konnten festgestellt und befragt werden.
Der Beschuldigte verweigerte jegliche Aussage zum Tatvorwurf. Der 25-Jährige musste vor Ort nach Feststellung und fahndungsmäßiger Überprüfung der Personaldaten mit einem Platzverweis für den Hamburger Hauptbahnhof entlassen werden.
Gegen den polizeilich bekannten Beschuldigten wurden entsprechende Strafverfahren wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen eingeleitet.
Die zuständige Ausländerbehörde wurde entsprechend informiert. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt.


