Der Bahnhof Harburg. Foto: zv
Der Bahnhof Harburg. Foto: zv
Featured

Lebensgefahr: Drei Personen klettern in den Gleisbereich im Bahnhof Harburg

Harburg - Montagabend gegen 20:47 Uhr haben sich drei Männer im Alter von 15, 23 und 27 Jahre im Gleisbereich im Bahnhof Harburg aufgehalten. Zum Begehungszeitpunkt fand im Bahnhof Harburg Regelbetrieb statt, so dass folglich jederzeit ein Zug auf den betroffenen Gleisen hätte verkehren können.

Diese Handlung wurde sowohl von einer Präsenzstreife der Bundespolizei als auch von einer aufmerksamen Zeugin (29) beobachtet. Durch die Bundespolizei wurden kurzzeitige Streckensperrungen für die betroffenen Gleise angeordnet bis sichergestellt werden konnte, dass sich keine Person mehr im Gleisbereich befindet.

Durch die Bundespolizeistreife wurden die drei Personen noch beim Herausklettern aus dem Gleisbereich angetroffen. In einem Präventionsgespräch mit den Bundespolizisten über die Gefahren im Gleisbereich erkannten die ukrainischen Staatsangehörigen zwar die Gefahren im Gleisbereich, wollten sich aber nicht weiter zum Tatvorwurf und dem Gleisaufenthalt äußern.

Eine umgehend durchgeführte Videosichtung bestätigte den Gleisaufenthalt. Demnach stiegen die drei Personen vom Bahnsteig zu Gleis 5 in den Gleisbereich und kletterten anschließend aus dem Gleisbereich auf den Bahnsteig bei Gleis 4.

Die Personen wurden dem Bundespolizeirevier Harburg zugeführt und mussten nach Durchführung bundespolizeilicher Maßnahmen wieder entlassen werden. Gegen sie wurden jeweils Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts "Unerlaubter Gleisaufenthalt" eröffnet.

Auch aus diesem aktuellem Anlass warnt die Bundespolizei abermals vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen: "Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen, oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer."