Der Sattelschlepper prallte in die Mittelleitplanke und kippte anschließend auf die Seite. Foto: Lenthe-Medien
Der Unfall auf der A1: Der Sattelschlepper prallte in die Mittelleitplanke und kippte anschließend auf die Seite. Foto: Lenthe-Medien
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A7 und A1: Mehrere glättebedingte Unfälle mit stundenlanger Vollsperrung

Landkreis – Auf den Autobahnen im Landkreis Harburg kam es am Montag zu mehreren glättebedingten Unfällen.

Dichtes Schneetreiben hat am Montagabend auf der A1 zwischen Bremen und Hamburg zu einem Unfall mit einem Sattelzug geführt.

Gegen 18 Uhr verlor der Fahrer des in Rumänien zugelassenen LKW im Landkreis Harburg kurz hinter der Anschlussstelle Sittensen und in Höhe der Rastanlage Ostetal die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Sattelschlepper prallte in die Mittelleitplanke und kippte anschließend auf die Seite.

Der Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeschlossen und musste von der Feuerwehr befreit werden. Einsatzkräfte öffneten dafür die Windschutzscheibe. Nach ersten Erkenntnissen erlitt der Mann leichte Verletzungen.
Die Autobahn 1 in Richtung Hamburg war für die Rettungs- und Bergungsarbeiten zunächst voll gesperrt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Auf der A7 krachte es gleich mehrfach: In Höhe Toppenstedt kam es auf der A7 gegen 16:50 Uhr zu einem Unfall mit insgesamt vier beteiligten Fahrzeugen. Auf der Fahrbahn in Richtung Hamburg verlor ein 27-jähriger Mann die Kontrolle über seinen Ford Galaxy und geriet ins Schleudern. Der Wagen prallte auf dem mittleren Fahrstreifen gegen den VW Golf eines 57-jährigen Mannes. Anschließend blieb der Ford auf dem Seitenstreifen stehen.

Ein nachfolgender 62-jähriger Lkw-Fahrer prallte mit seinem Lastwagen gegen den stehenden Ford Galaxy und schob ihn gegen den VW ID.3 eines 81-jährigen Mannes. Der Fahrer des Ford Galaxy sowie fünf weitere Insassen im Alter von 31 bis 36 Jahren wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Sie kamen für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 19.000 EUR.

Gegen 20:45 Uhr kam es in Fahrtrichtung Süden zwischen den Anschlussstellen Egestorf und Evendorf zu einem weiteren Unfall. Ein 40-jähriger Mann wollte mit seinem LKW-Gespann zum Überholen ausscheren. Hierbei geriet der LKW auf der vereisten Fahrbahn ins Schleudern, rutschte über die Fahrbahn, stieß zuerst gegen die Mittel-, dann gegen die Außenschutzplanke und kam quer zur Fahrbahn zum Stehen. Das Gespann blockierte alle Fahrstreifen.

Ein nachfolgender 58-jähriger Fahrer eines Sattelzuges konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und kollidierte mit dem zwischen den Schutzplanken eingeklemmten Gespann. Hierbei verletzte sich der 58-Jährige leicht.

Die Autobahn 7 musste für die Bergungsarbeiten voll gesperrt werden. Zudem hatte sich Dieselkraftstoff über die Fahrbahn ergossen, so dass diese nach dem Abschleppen der LKW noch gewaschen werden musste. Die Vollsperrung dauerte bis in die frühen Morgenstunden an.

Auf der Gegenfahrbahn kam es gegen 21:15 Uhr zwischen den Anschlussstellen Egestorf und Garlstorf zu einem Lkw-Unfall. Auch hier war es ein LKW mit Anhänger, der auf der winterglatten Fahrbahn ins Schleudern geriet. Der 55-jährige Fahrzeugführer verlor die Kontrolle, der LKW kollidierte mit der Mittelschutzplanke und verkeilte sich. Der Anhänger schleuderte gegen die Außenschutzplanke und kippte um. Der LKW hatte Gefahrgut geladen, dieses war jedoch nicht ausgetreten.

Die Fahrbahn in Fahrtrichtung Norden war für rund zwei Stunden blockiert. Der Verkehr konnte später einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden, für die abschließende Bergung musste eine erneute Vollsperrung eingerichtet werden. Auch diese Aufräumarbeiten zogen sich durch die Nacht. Im Rückstau ereigneten sich noch mehrere leichte glättebedingte Folgeunfälle.

Die Polizei schätzt den Sachschaden bei den beiden Lkw-Unfällen auf der A7 allein auf rund 200.000 Euro.