Harburg – Seit mehr als einem Jahr suchte die Polizei öffentlich nach einem Autokratzer, der im Bezirk Harburg mindestens 15 Fahrzeuge beschädigt hat, wodurch ein Sachschaden von rund 130.000 Euro entstanden ist. Der bislang unbekannte Mann schlug wie berichtet immer zwischen Mitternacht und drei Uhr zu.
In den Stadtteilen Rönneburg, Wilstorf, Langenbek und Marmstorf soll er mehrere Autos mit einem noch unbekannten Werkzeug zerkratzt haben und im Anschluss mit einem Fahrrad geflüchtet sein.
Am heutigen Montag dann die Erfolgsmeldung der Polizei: Die Serie von Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen im Hamburger Süden ist aufgeklärt.
Am frühen Samstagmorgen haben Zivilfahnder der Region Harburg einen 41-jährigen Deutschen in Harburg vorläufig festgenommen, der im Verdacht steht, zahlreiche Sachbeschädigungen an Fahrzeugen begangen und dadurch eine hohe sechsstellige Schadensumme verursacht zu haben.
Seit Mai 2025 fahndete die Polizei Hamburg auch mit Hilfe von Lichtbildern und einem Video öffentlich nach dem bislang unbekannten Mann, der für eine umfangreiche Serie von Sachbeschädigungen verantwortlich sein soll.
Nach den bisherigen Erkenntnissen beobachteten Zivilfahnder am frühen Samstagmorgen in Wilhelmsburg einen zunächst unbekannten Mann mit einem Fahrrad, der an ein ziviles Polizeifahrzeug herantrat und ansetzte, dieses mit einem Gegenstand zu beschädigen.
Die Einsatzkräfte nahmen den Mann, einen 41-jährigen Deutschen, nach kurzer Flucht in Harburg vorläufig fest. Der 41-Jährige hatte das mutmaßliche Tatmittel, ein Multitool mit offensichtlichen Lackspuren, bei sich. Des Weiteren trug er Kleidung, die den Ermittlerinnen und Ermittlern bereits von Videoüberwachungsaufnahmen früher Taten bekannt war.
Der 41-Jährige, von dem die Ermittler ausgehen, dass er für die Serie verantwortlich sein dürfte, wurde dem Polizeikommissariat 46 zugeführt und nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.
Die Ermittlungen des Landeskriminalamts 182 (LKA 182), insbesondere die Prüfung, ob der Mann für weitere Taten in Betracht kommt, dauern an.

