In einer Gaststätte in der Neuen Straße entdeckten die Einsatzkräfte in einem Hinterraum zwei illegale Glücksspielautomaten. Foto: Lenthe-Medien
In einer Gaststätte in der Neuen Straße entdeckten die Einsatzkräfte in einem Hinterraum zwei illegale Glücksspielautomaten. Foto: Lenthe-Medien
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Neues Jahr - Altes Spiel: Illegales Glücksspiel im Visier von Polizei und Beziksamt

Harburg - Auch im neuen Jahr wird Druck auf illegales Glücksspiel in Harburg gemacht. Polizei und Bezirksamt Harburg haben am Montag- und Dienstagabend gemeinsame Kontrollen in mehreren Gaststätten und Kulturvereinen durchgeführt. Ziel der Verbundeinsätze war die Bekämpfung illegal betriebener Glücksspielgeräte sowie die Überprüfung gewerberechtlicher Vorgaben.

Am Montagabend kontrollierten Einsatzkräfte den Kulturverein „Rathaus“ in der Seehafenstraße. Aufgrund festgestellter baulicher Mängel ordnete das Bezirksamt die sofortige Schließung der Einrichtung an. Der betreffende Verein war bereits zuvor im Zusammenhang mit Drogendelikten durch das Landeskriminalamt durchsucht worden. Es gab mehrere Festnahmen

In einem Café in der Wilstorfer Straße stellten die Beamten zudem gewerberechtliche Verstöße fest, deren Beseitigung dem Betreiber auferlegt wurde. Während des Einsatzes beobachteten Polizisten im Bereich des Phoenix-Viertels einen mutmaßlichen Drogendeal. Ein 40-jähriger türkischer Staatsangehöriger versuchte sich der Kontrolle zu entziehen und flüchtete in eine Kneipe an der Bunatwiete. Dort wurde er gestellt. Bei ihm fanden die Beamten Cannabisprodukte. Eine anschließende Wohnungsdurchsuchung in der Eddelbüttelstraße verlief ohne weitere Funde.

Auch am Dienstagabend wurden erneut zwei Gaststätten sowie ein Kulturverein überprüft. In einer Gaststätte in der Neuen Straße entdeckten die Einsatzkräfte in einem Hinterraum zwei illegale Glücksspielautomaten „Tischgeräte“ und stellten die dazugehörigen Computersysteme sicher. Zudem wurden rund 1.800 Euro Bargeld im Rahmen der Gewinnabschöpfung beschlagnahmt.

Gegen die 59 jährige Betreiberin und einen 63 jährigen Angestellten wurden Ermittlungen eingeleitet. Weitere kontrollierte Betriebe blieben unauffällig.