Wilhelmsburg. Im „Wilden Wald“ in Wilhelmsburg haben am Dienstagmorgen rund 50 Aktivisten gegen mögliche Baumfällungen protestiert. Anlass ist eine neu eingerichtete Baustelle im Zusammenhang mit den Planungen für das künftige Spreehafenviertel. Die Initiative „Waldretter:innen Wilhelmsburg“ hatte zu einer angemeldeten Kundgebung am Waldrand aufgerufen.
Die Demonstrierenden befürchten, dass kurzfristig vorbereitende Rodungsarbeiten beginnen könnten. Nach Angaben eines Reporters vor Ort sollen einzelne Bäume bereits besetzt worden sein. Der Naturschutzbund Hamburg (Nabu) hatte am Vortag beim Verwaltungsgericht einen Eilantrag eingereicht, um mögliche Fällungen vorerst gerichtlich zu stoppen.
Die Polizei ist mit mehreren Streifenwagen im Einsatz und begleitet die Versammlung. Bislang verläuft die Lage ruhig. Kräfte der Bereitschaftspolizei sind inzwischen in das Waldstück vorgedrungen und sichern einzelne Bereiche. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts wird im Laufe des Tages erwartet.


