Harburg – Friedlicher Auftakt in die Halloween-Nacht: Schon seit dem frühen Abend sind in vielen Stadtteilen kleine Hexen, Gespenster und Vogelscheuchen unterwegs, klingeln an Haustüren und fordern mit fröhlichem „Süßes oder Saures!“ ihre Beute ein.
Während die Kleinen unterwegs sind, behält die Polizei die Lage genau im Blick. Denn in den vergangenen Jahren war der Halloween-Abend immer wieder von Randale überschattet – vor allem durch Jugendliche, die das Fest zum Krawallmachen nutzten. Um das zu verhindern, ist die Polizei in diesem Jahr mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Ein Schwerpunkt liegt am Harburger Ring. Hier war es in der Vergangenheit mehrfach zu Ausschreitungen gekommen – teils mit Wasserwerfern und verletzten Beamten. Heute Abend bleibt es bislang ruhig. Streifen und Einsatzhundertschaften kontrollieren regelmäßig Jugendgruppen. Wer auffällt, Pyrotechnik dabeihat oder Ärger sucht, bekommt einen Platzverweis. Bei einigen Jugendlichen fanden die Beamten sogenannte „Polenböller“ – die jungen Tatverdächtigen mussten mit aufs Revier, bis ihre Eltern sie abholten.
Auch in Steilshoop, Wilhelmsburg, Osdorf, Jenfeld und Billstedt zeigen die Einsatzkräfte Präsenz. Immer wieder knallt Feuerwerk, doch größere Zwischenfälle blieben bisher aus.
Die Polizei spricht am Abend von einer insgesamt entspannten Lage – anders als in den Jahren zuvor, als Halloween teils in Krawallen endete. Doch die Nacht ist noch jung. Und weil Halloween diesmal auf einen Freitag fällt, bleibt abzuwarten, ob es so friedlich bleibt wie bislang.


