Wilhelmsburg - Ein Austritt von Schwefelsäure hat am Montagabend einen größeren Feuerwehreinsatz in einem Mehrfamilienhaus am Schwentnerring ausgelöst. Gegen 18.37 Uhr alarmierte der mutmaßliche Verursacher selbst die Einsatzkräfte, nachdem er den gefährlichen Stoff im Keller bemerkt hatte.
Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Kräften an, darunter auch ein Rettungswagen und ein Notarztteam. Verletzt wurde niemand.
Wie die Feuerwehr mitteilte, ist bislang unklar, warum die hochätzende Chemikalie austrat. Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz in den Keller vor, um die Situation zu sichern. Zusätzlich kamen Spezialisten der Umweltwache zum Einsatz. Sie brachten spezielles Bindemittel in einem Rollbehälter mit, um die Schwefelsäure kontrolliert aufzunehmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Der Einsatz dauerte bis in die Abendstunden. Nach Angaben des Lagezentrums sollte er gegen 20.30 Uhr abgeschlossen sein. Schwefelsäure zählt zu den gefährlichsten industriell genutzten Chemikalien. Sie kommt unter anderem in Autobatterien, in verschiedenen Produktionsprozessen sowie bei der Herstellung von Düngemitteln zum Einsatz. Bereits geringe Mengen können schwere Verätzungen verursachen.


