Harburg – Anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahreswechsel war die Polizei auch in Harburg mit einem starken Kräfteaufgebot im Einsatz. Am Harburger Ring setzte die Polizei wie schon zu Halloween auf eine Drohnen-Überwachung. Das Konzept ging auf. Wo es sonst immer zu Zwischenfällen kam, gab es dieses Jahr rund um den Harburger Ring keine großen Schwierigkeiten oder Einsätze.
Einen großen Einsatz gab es dagegen im Phoenix-Viertel: Das neue Jahr 2026 war gerade einmal wenige Minuten alt, als die Polizei bereits zu einem Großeinsatz gerufen wurde. Zeugen hatten gemeldet, ein Mann habe gezielt mit einer Schusswaffe auf Menschen geschossen und weitere Personen bedroht. Innerhalb kürzester Zeit rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften in die Kalischerstraße rund um den Hermann-Krüger-Platz aus.
Schwer bewaffnete Polizisten sicherten mit Maschinenpistolen die umliegenden Straßen und fahndeten nach dem mutmaßlichen Schützen. Doch die Suche blieb erfolglos. Vor Ort wollte erneut niemand mit der Polizei sprechen, so dass der Einsatz nach rund 40 Minuten ohne Festnahme abgebrochen wurde.
Probleme gab es auch in Wilhelmsburg: Um circa 0:25 Uhr schossen mehrere Personen im Karl-Arnold-Ring Feuerwerkskörper auf Einsatzkräfte der Feuerwehr, die dort anlässlich eines Brandes eines Altkleidercontainers eingesetzt waren. Umgehend entsandte Polizisten befriedeten die Situation, so dass die Feuerwehr ihre Löschmaßnahmen einleiten konnte.
In der Neujahrsnacht ist es in der Hastedtstraße zu einem Balkonbrand in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Gegen 0.33 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr alarmiert, nachdem auf einem Balkon im ersten Obergeschoss Flammen ausgebrochen waren. Nach ersten Erkenntnissen dürften Silvesterraketen den Brand ausgelöst haben, die dort gelagerte Holzteile entzündeten.
Beim Eintreffen der Feuerwehr drang bereits dichter Rauch aus dem Gebäude in die schmale Wohnstraße. Die betroffene Wohnung war zum Zeitpunkt des Vorfalls unbewohnt, dennoch breitete sich der Rauch in den Innenräumen aus. Unter Einsatz einer Drehleiter und mit Atemschutztrupps im Innenangriff gelang es den Feuerwehrleuten, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile zu verhindern.
Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen.


