Harburg – Gleich zwei Verkehrsunfälle an Brücken im Hamburger Süden haben am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag für Polizeieinsätze gesorgt. Verletzt wurde dabei niemand, doch beide Fälle sorgten für ungewöhnliche Bilder und offene Fragen.
Am Freitagabend gegen 20.30 Uhr geriet eine Autofahrerin an der Veritaskai-Klappbrücke im Harburger Binnenhafen in eine missliche Lage. Die Frau war nach eigenen Angaben aus der Nartenstraße kommend unterwegs, als sie durch die tiefstehende Sonne geblendet wurde. Infolge der Sichtbehinderung kam sie mit ihrem Mercedes-SUV von der Fahrspur ab und prallte gegen einen Pfeiler der Klappbrücke.
Dabei rutschte das Fahrzeug so unglücklich in den Zahnrädern des Hebemechanismus fest, dass es nur mithilfe eines Abschleppkrans geborgen werden konnte. Die Fahrerin und ihr Beifahrer blieben unverletzt.
Nur wenige Stunden später, am frühen Samstagmorgen gegen 6.30 Uhr, kam es an der Kattwykbrücke zu einem weiteren Unfall.
Ein Auto mit zwei Männern an Bord kam von der Fahrbahn ab und landete in einem Straßenbegleitgraben. Auch hier blieb es bei Sachschaden – die Insassen blieben unverletzt.
Allerdings ergaben sich vor Ort Hinweise darauf, dass die Männer möglicherweise unter dem Einfluss berauschender Mittel standen. Beide wurden zur Polizeiwache gebracht.
Dort soll auch geklärt werden, wer das Fahrzeug tatsächlich gesteuert hat – denn daran, so gaben die Männer an, könne sich keiner von ihnen erinnern.

