Neugraben - Die ETV Volleys haben am Samstagabend nach starkem Kampf mit 1:3 (25:22 17:25 21:25 14:25) gegen den VC Wiesbaden verloren. Das Spiel in der Neugrabener CU Arena vor 912 Zuschauern war das letzte der regulären Saison. Nach dem Spiel wurden die besten Spielerinnen geehrt: MVP in Silber wurde die ETVerin Leonie Körtzinger, als MVP in Gold wurde Jimena Fernandez Gayoso vom VC Wiesbaden ausgezeichnet.
Der erste Satz war zunächst ausgeglichen (3:3; 6:6): die Annahme des ETV war konzentriert, auch der Block um Köster, Thaden und Hartig stand, so dass der ETV beim 16:13 das erste Mal mit drei Punkten in Führung ging und Wiesbadens Coach Benedikt Frank zur ersten Auszeit rief. Der ETV spielte konsequent weiter und leistete sich wenige eigene Fehler (20:14). Mit Beginn der Crunchtime zeigte das Team jedoch Nerven und ließ Wiesbaden wieder ins Spiel kommen (21:19). ETV-Trainerin Ines Laube reagierte und nahm die erste Auszeit: Danach punktete Hamburgs Leonie Körtzinger viermal, so dass der ETV den ersten Satz für sich entscheiden konnte (25:22).
Im zweiten Durchgang hielt der ETV zunächst die Konzentration hoch (5:3), so dass Wiesbaden zu einer frühen Auszeit gezwungen war. Und diese wirkte: Wiesbaden konnte sich, maßgeblich durch die druckvollen Aufschläge von Jimena Fernandez Gayoso, absetzen (5:9), so dass Ines Laube zur ersten Auszeit für den ETV rief und dieser in Folge wieder rankam (8:10).
Doch Wiesbaden legte nach (8:13), so dass der ETV die zweite Auszeit gleich hinterherschob. Die Unstimmigkeiten im Spiel der Gastgeberinnen konnte diese jedoch nicht beheben: Wiesbaden ließ sich – insbesondere über konstant starke Angaben – nicht beirren (14:21) und entschied den zweiten Satz 17:25 für sich.
Der dritte Satz begann wie der zweite: Beim Stand von 5:3 nahm Wiesbadens Headcoach Dominik Frank seine erste Auszeit – wieder mit Wirkung: Wiesbaden glich aus (5:5), zog jedoch nicht, wie im zweiten Satz, weg. Das ETV-Team hielt dagegen und punktete durch Köster (8:5). Wiesbaden glich – auch durch leichte Fehler der Hamburgerinnen – zwar wieder aus (8:8), doch die ETVerinnen setzten nach (10:8) und hielten die Spannung hoch (13:10).
Wieder kam Wiesbaden zurück (13:13), aber es blieb dabei: Das ETV-Team ließ sich nicht abschütteln, so dass Frank beim 16:14 seine zweite Auszeit für Wiesbaden nahm. Es entwickelte sich in Folge ein enges Spiel Richtung Crunchtime (19:19), in die die Hamburgerinnen besser starteten (21:19), Wiesbaden aber wieder ausglich und sogar in Führung ging (21:22), so dass Ines Laube zu ihrer ersten Auszeit in diesem Durchgang rief. Doch Wiesbaden spielte nun seine Souveränität aus (21:24) gegen die auch die zweite Auszeit Ines Laubes nichts mehr entgegenzusetzen hatte (21:25).
Im vierten Satz ging es ausgeglichen los (4:4), Wiesbadens Jimena Fernandez Gayoso brachte ihren VC jedoch durch ihre druckvollen Aufschläge mit drei Punkten in Front (4:7). Nach weiteren Unkonzentriertheiten der Gastgeberinnen nahm ETV-Chefcoach Laube ihre erste Auszeit (7:11). Doch diese verpuffte: Wiesbaden hielt den Aufschlagdruck weiterhin hoch und setzte sich entscheidend ab (9:15), so dass Laube zur zweiten Auszeit rief (10:17). Das ETV-Team schien kein Mittel mehr gegen die Wiesbadener Angriffe zu finden (20:12). Die Gäste punkteten durch starke Aufschläge und klar gespielte Angriffspunkte und entschieden so den vierten Satz und somit auch das Match für sich (14:25).
Nach dem Spiel wurden die ETV-Spielerinnen Sarah Stiriz, Anna Hartig, Constanze von Meyenn, Leonie Körtzinger, Luise Klein, Kathleen Weiß und Celina Kleemann verabschiedet.
Die ETV Volleys schließen ihre erste Saison in der 1. Volleyball Bundesliga damit als Tabellenschlusslicht (11.) mit fünf Punkten aus 20 Spielen ab: „Insgesamt sind wir trotzdem nicht unzufrieden mit der Saison. Wir hatten uns vor der Saison vorgenommen, einen Satz zu gewinnen, daraus sind nun insgesamt 13 geworden sowie zwei gewonnene Spiele“, ordnet Martika Marin, Vermarktungschefin der ETV Volleys die erste Saison in der 1. Bundesliga ein. Aufgrund des Blockaufstiegs im vergangenen Jahr und der damit verbundenen Nicht-Abstiegsregelung für diese und die nächste Saison, wird das Team im Herbst in seine zweite Bundesliga-Saison starten.


