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Harburger Nachhaltigkeitspreis verliehen: Kiezläufer holen den ersten Preis

Harburg – Am Freitag wurde im Harburger Rathaus der 13. Harburger Nachhaltigkeitspreises verliehen. Die Bezirksversammlung Harburg ehrte zum dreizehnten Mal nachhaltige Aktivitäten im Bezirk Harburg. Vier ausgewählte Projekte konnten sich über Preise in der Gesamthöhe von 5.000 Euro freuen.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch den Moderator Jürgen Marek vom lokalen NachhaltigkeitsNetzwerk HARBURG21 sowie Grußworten von Bezirksamtsleiter Christian Carstensen und der Harburger-Filialleiterin der Sparda-Bank Hamburg, Jacqueliene Birkner, folgte die Vorstellung und Würdigung der Siegerprojekte durch Dr. Regina Marek von HARBURG21.
Für musikalische Begleitung sorgte die Band des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums „Humm Bolt“ unter der Leitung von Manuel Kock.

Erster Preis (2.000 Euro)

Der erste Preis ging an IN VIA Hamburg e. V. mit dem Projekt „Kiezläufer:innen Harburg“. Seit 2014 engagieren sich ehrenamtliche Kiezläufer:innen in Harburger Stadtteilen für Deeskalation, Prävention und soziale Teilhabe. Sie sprechen Jugendliche direkt an, stärken Verantwortungsbewusstsein im öffentlichen Raum und tragen zur Verbesserung des Miteinanders bei. Das Projekt verbindet nachhaltige Sozialraumarbeit mit langfristigem ehrenamtlichem Engagement und wirkt präventiv gegen Vandalismus sowie Ausgrenzung.

Zweiter Preis (1.500 Euro)

Der zweite Preis wurde an die Berufliche Schule Hamburg-Harburg (BS18) für das Projekt „Nachhaltigkeit hörbar machen – Lauschtour zu den 17 SDG“ vergeben. Im Rahmen einer schulweiten Lauschtour mit 17 QR-Code-Stationen informieren von Schüler:innen produzierte Audioformate über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Das Projekt verbindet kreative Bildungsarbeit mit ressourcenschonender Umsetzung und hoher Partizipation und fördert dauerhaft das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung im Schulalltag.

Dritte Preise (je 750 Euro)

Den dritten Preis teilten sich zwei Projekte: Zum einen die Schule Rönneburg mit dem Projekt „Naturerlebnisfläche“. Ein bislang versiegelter Schulhofbereich wurde partizipativ in eine naturnahe Erlebnisfläche mit Hochbeeten, Wildpflanzen und Lebensräumen für Tiere umgestaltet. Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern und Nachbarschaft gestalteten die Fläche gemeinsam. Durch feste Pflegezuständigkeiten und Einbindung in den Unterricht ist das Projekt nachhaltig im Schulalltag verankert.

Zum anderen die Technische Universität Hamburg (TUHH) – Blue Engineering mit dem Seminar „Ethische Entscheidungsfindung in der Ingenieur*innen-Karriere“. Das verpflichtende Seminar sensibilisiert Studierende für ethische, gesellschaftliche und politische Fragestellungen im Ingenieurberuf. Aufgrund hoher Nachfrage wurde das Projekt strukturell gestärkt und weiterentwickelt. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur verantwortungsvollen Gestaltung technologischer Innovationen.

Insgesamt wurden in diesem Jahr zahlreiche Initiativen aus dem Bezirk eingereicht, die das breite Spektrum nachhaltigen Engagements in Harburg widerspiegeln – von Bildungsprojekten über soziale Prävention bis hin zu ökologischer Transformation.

Organisiert wurde die Veranstaltung wie in den Vorjahren vom Lokalen NachhaltigkeitsNetzwerk HARBURG21 in Kooperation mit dem Bezirksamt und der Bezirksversammlung.