Harburg/Hamburg - Auch ohne die Schüler, die derzeit mitten in ihren Abitur-Prüfungen in der Harburger Goethe-Schule stecken, hat der Harburger Chor Gospel Train die Besuchern des Benefizkonzerts für wohnungslose Menschen in der Hamburger Laiszhalle von den Stühlen gerissen, mindestens aber absolut begeistert. Zu erleben waren Soul, Pop und mitreißende Chorkraft. Der vom Lions Club Hamburg-Hammonia organisierte Abend sorgte sowohl für musikalische Vielfalt mit starkem sozialem Engagement - zugunsten des "herz as".
Die Chormitglieder und ihr Dirigent Peter Schuldt aus Finkenwerder boten Soul, Pop und pure Leidenschaft. Die Sängerinnen und Sänger von Gospel Train entfachten zum wiederholten Mal geballte Chorkraft. Das schon traditionelle Konzert ist längst als musikalisches Highlight etabliert – weit über Hamburg hinaus. Das hochmotivierte Ensemble steht für weit mehr als klassischen Gospel. Das Repertoire vereint Soul, Pop, moderne Chormusik und eigens arrangierte Kompositionen zu einem energiegeladenen Gesamterlebnis. Mit stimmlicher Wucht, beeindruckender Vielfalt und einer mitreißenden achtköpfigen Live-Band entstand einmal mehr ein musikalisches Paket, das das Publikum regelmäßig - und auch diesmal - von den Sitzen reißt.
Unter dem Motto „AUFSTEH’N – RAUSGEH’N“ griffen die Chormitglieder den gleichnamigen Song von Björn Meyer auf – ein Titel, der zum programmatischen Leitgedanken geworden ist. Die Veranstalter des Benefizkonzerts vom Förderverein des Lions Club Hamburg-Hammonia freuten sich: Mit dem Kauf der Konzertkarten unterstützten Besucherinnen und Besucher das "herz as", eine Tagesaufenthaltsstätte und Schutzraum für wohnungslose Menschen in Hamburg. Das "herz as" sichert Grundbedürfnisse wie warme Mahlzeiten, Duschen, Waschmöglichkeiten und Postadresse und bietet soziale und kreative Angebote wie Werk- und Kunstprojekte, Spielrunden sowie gemeinsames Kochen.
Nach zunächst schleppendem Kartenvorverkauf zog die Nachfrage nach einem Beitrag über den Auftritt bei "Herz As" noch mal richtig an. Die Laeiszhalle war rappelvoll und das Publikum so euphorisch wie selten zuvor. Vom ersten Song an wurden die Sänger:innen nach vorn gepeitscht und das achtköpfige Orchester tat sein Übriges. Nach zweieinhalb Stunden gab es viele stürmisch geforderte Zugaben und niemand stand auf und wollte nach Hause gehen.
Mit "Goodbye Sailor" von Udo Lindenberg traten die Sänger an den Bühnenrand und so manche Träne der Rührung war im Publikum zu sehen. Es waren alle in Topform. Chorleiter Peter Schuldt moderierte in dieser fordernden Zeit mit viel Feingefühl und stimmungsvoll. die Solisten gingen an ihre Leistungsgrenzen und der Chor. Alle wuchsen über sich hinaus. Es entstand ein satter und ausdrucksstarker Klang.
Chorleiter und Arrangeur Peter Schuldt: „Wir haben gemerkt, dass der Funke sehr schnell auf das Publikum überspringt und den Chor zusätzlich inspiriert! Gemeinsam einen Klang zu erzeugen und Nähe, Lebensfreude, Emotionen zu teilen, sind unverzichtbar für unseren Chor. In unseren Liedern geht es um Themen, Dinge und Werte, die unser Leben ausmachen. Viele neue Lieder werden dabei sein."

