Harburg – Die Hamburger haben entschieden, dass sich Hamburg nicht um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewerben soll. Das Scheitern der Olympia-Bewerbung ist für viele ein deutliches Signal der Hamburger. Die Menschen haben sich gegen ein weiteres milliardenschweres Prestigeprojekt entschieden und deutlich gemacht, dass öffentliche Mittel dort eingesetzt werden sollen, wo sie den Menschen unmittelbar zugutekommen.
Für das Bündnis Rettung Kita Elfenwiese wirft das Ergebnis eine drängende Frage auf: „Warum sollen rund 18 Millionen Euro für eine Olympia-Bewerbung und die dazugehörige Kampagne ausgegeben werden können, während die Zukunft einer einzigartigen inklusiven Kita, ausgelegt für erhöhtem Förderbedarf, mit Verweis auf die Kosten einer Sanierung infrage gestellt wird?“
Für die Sanierung der Kita Elfenwiese werden mittlerweile Kosten von bis zu 10 Millionen Euro genannt. Gleichzeitig steht die Schließung einer Einrichtung im Raum, die seit Jahrzehnten für gelebte Inklusion steht und Kindern mit und ohne Behinderung gemeinsames Lernen und Aufwachsen ermöglicht.
Ivonne Steinhorst, vom Bündnis Rettung Kita Elfenwiese, erklärt: „Die Hamburgerinnen und Hamburger haben sich gegen ein weiteres milliardenschweres Prestigeprojekt entschieden. Umso unverständlicher ist es, dass gleichzeitig die Zukunft der Kita Elfenwiese mit Verweis auf Sanierungskosten von bis zu 10 Millionen Euro infrage gestellt wird. Für eine Olympia-Bewerbung waren Millionen verfügbar, für eine der wichtigsten inklusiven Einrichtungen im Hamburger Süden soll plötzlich kein Geld da sein. Das ist das falsche Signal. Wer Inklusion ernst meint, muss jetzt handeln und den Erhalt der Kita Elfenwiese sichern.
Die Elfenwiese ist kein Luxusprojekt. Sie ist seit Jahrzehnten ein Ort gelebter Inklusion, an dem Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam aufwachsen. Hamburg muss jetzt zeigen, dass die Stadt bereit ist, in Bildung, Teilhabe und soziale Infrastruktur zu investieren. Die Sanierung der Kita darf nicht an finanziellen Prioritäten scheitern.“
Ivonne Steinhorst: „Für viele Eltern, Beschäftigte und Unterstützer ist die aktuelle Prioritätensetzung nicht nachvollziehbar. Die Kita Elfenwiese ist weit mehr als eine Betreuungseinrichtung. Sie ist ein Ort der Inklusion, der Teilhabe und des sozialen Miteinanders. Ihr Erhalt ist eine Investition in die Zukunft von Kindern und Familien in Hamburg.
Das Olympia-Votum sollte daher auch als Auftrag verstanden werden, politische Prioritäten neu zu setzen. Die Hamburgerinnen und Hamburger haben deutlich gemacht, dass sie keine weiteren Prestigeprojekte wollen, sondern Investitionen in Bildung, soziale Infrastruktur und Inklusion. Das Bündnis Rettung Kita Elfenwiese fordert den Senat deshalb auf, die Schließungspläne zu stoppen und die notwendigen Mittel für den Erhalt und die Sanierung der Kita bereitzustellen.“
„Wer bereit ist, Millionen für eine Olympia-Bewerbung auszugeben, darf nicht behaupten, für die Zukunft von Kindern mit Behinderung und ihren Familien sei kein Geld vorhanden. Die Kita Elfenwiese muss erhalten bleiben. Hamburg muss ein klares Signal für Inklusion setzen“ betont Ivonne Steinhorst.

