Gundula Niegot möchte die historische Buchdruckerei erhalten. Foto: privat
Gundula Niegot möchte die historische Buchdruckerei erhalten. Foto: privat
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Crowdfunding-Aktion: Gundula Niegot will historische Buchdruckerei erhalten

Wilhelmsburg – Es ist ein Herzensprojekt: Unter dem Motto „Historische Buchdruckerei erhalten – auf Gutenbergs Spuren“ hat Gundula Niegot eine Crowdfunding-Aktion auf der Plattform Startnext initiiert, um eine alte Druckerei zu retten.

Ihr Ziel: Sie möchte gern die mehr als 60 Jahre alte Wilhelmsburger Buchdruckerei erhalten. Die Druckerei war früher bekannt als ONI-Druck und wurde bis 2015 von ihrem Vater Olaf Niegot betrieben. Jetzt druckt seine Tochter Gundula Niegot auf dem historischen Buchdrucktiegel.

„Als "Druckertochter" und gelernte Werbekauffrau betreibe ich die kleine Druckerei weiter, um das schöne Handwerk zu erhalten. Ich bedrucke Servietten und Bierdeckel „wie früher“ auf dem klingelnden Buchdrucktiegel mit unterschiedlichen Sprüchen, individuellen Texten und Namen“, sagt Gundula Niegot.

Schon als Kind hat sie in der Werkstatt ihres Vaters geholfen und so das Handwerk gelernt. Gundula Niegot: „Nicht nur das Drucken macht mir viel Freude, sondern auch der wertschätzende Kontakt zu neuen und langjährigen Kunden. Auch deswegen ist es für mich eine Herzensangelegenheit, die Druckerei zu erhalten.“

Wenn das Crowdfunding erfolgreich endet, werden die Räume der Druckerei saniert und renoviert und es wird mit der originalen Ausstattung, die noch vorhanden ist, weitergearbeitet. Falls das Haus verkauft werden sollte, werden die Unterstützungen für den Umzug in neue Räume und die Miete verwendet.

Beim Crowdfunding werden ab sofort für das kreative Projekt finanzielle Unterstützungen (keine Spenden) gesammelt, um die Druckerei in Wilhelmsburg zu erhalten. Als Gegenleistung erhalten die Unterstützer bedruckte Servietten und Bierdeckel, die sie auf dem „Marktplatz“ der Startnext-Webseite bestellen können, auch freie Unterstützungen sind möglich, ohne ein Produkt zu kaufen. Der Crowdfunding-Zeitraum läuft bis zum 7. April 2026.

Warum die Druckerei erhaltenswert ist und dafür „Unterstützungen“ gesammelt werden: „Das Druckerhandwerk ist bis heute ein lebendiges Handwerk, es hat seit der Erfindung der beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert eine lange Tradition und es wird auch heute noch ausgeübt. Dahinter stecken Geschichte, Wissen, Kultur, Kreativität, Erfüllung und das Arbeiten mit den Händen.“

Ihre kunstvoll gestalteten Servietten und Bierdeckel können im Info-Shop des Harburg Marketings in der Hölertwiete gekauft werden. Außerdem besucht sie mit einem Stand auch den Kreativmarkt Bürgerhaus Wilhelmsburg, der am 19. April stattfindet.

Alle weiteren Informationen, wie man Gundula Niegot bei ihrem Projekt unterstützen kann, gibt es hier: https://www.startnext.com/buchdruckerei-erhalten