Lynn Kühl (Pressesprecherin DRK), Dr. Joß Steinke (Vorstand DRK-Landesverband Hamburg), Lothar Bergmann (Präsident DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg), Harald Halpick (Vorstand DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg), Hermann Gröhe (Präsident DRK), Dr. Michael Labe (Präsident DRK-Landesverband Hamburg) und Marion Harnisch (Vizepräsidentin DRK-Landesverband Hamburg). Foto: DRK
Lynn Kühl (Pressesprecherin DRK), Dr. Joß Steinke (Vorstand DRK-Landesverband Hamburg), Lothar Bergmann (Präsident DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg), Harald Halpick (Vorstand DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg), Hermann Gröhe (Präsident DRK), Dr. Michael Labe (Präsident DRK-Landesverband Hamburg) und Marion Harnisch (Vizepräsidentin DRK-Landesverband Hamburg). Foto: DRK
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DRK-Präsident Gröhe besucht Harburger Obdachlosenhilfe und Krisenintervention

Wilstorf. Wie arbeitet der DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg dort, wo Menschen in existenziellen Notlagen schnelle und unmittelbare Hilfe brauchen? Darüber informierte sich DRK-Präsident Hermann Gröhe bei seinem Besuch beim Harburger DRK. Im Mittelpunkt standen zwei Bereiche, in denen Hilfe besonders unmittelbar gefragt ist: Die Obdachlosenunterkunft Harburg-Huus und das Kriseninterventionsteam.

Beim Besuch Gröhes im Harburg-Huus wurde deutlich, wie groß der Bedarf an Schutz und Unterstützung für obdachlose Menschen in Harburg war und weiterhin ist. Julia Malert, Leiterin des Harburg-Huus berichtete: "Wir mussten im vergangenen Winter täglich drei bis vier Menschen abweisen. Uns fehlte schlichtweg der Platz." Mit dem derzeit laufenden Umzug an den Martin-Leuschel-Ring soll sich das in den kommenden Wochen ändern: Die Zahl der Schlafplätze wird von 12 auf 24 verdoppelt, im Tagesaufenthalt stehen dann 60 statt 30 Plätze zur Verfügung.

Beim Harburg-Besuch Gröhes an seiner Seite: Harburgs DRK-Vorstand Harald Halpick sowie Kreisverbands-Präsident Lothar Bergmann. So kamen auch die Anfänge der Obdachlosenunterkunft im Jahr 2018 zur Sprache. Bergmann erinnerte sich: "Damals gab es immer wieder Nachrichten über verstorbene Obdachlose, die im Winter erfroren waren. Wir haben dann gesagt, wir müssen unbedingt was tun." Halpick ergänzte: "Das Harburg-Huus mussten wir in den ersten Jahren allein aus Spenden und mithilfe des Kreisverbandes finanzieren. Seit 2023 unterstützt auch die Sozialbehörde das Huus." Darüber hinaus ist das Harburg-Huus auch weiterhin auf Spenden angewiesen.

Ein weiterer Schwerpunkt von Gröhes Besuchs war die Arbeit des Kriseninterventionsteams (KIT). Das KIT besteht aktuell aus 55 Mitgliedern, welche allesamt und ausschließlich im Ehrenamt tätig sind. Sie werden alarmiert, wenn Menschen mit besonders belastenden Situationen konfrontiert sind - etwa nach schweren Unfällen oder Suizid von Angehörigen. Häufig wird das KIT des DRK Hamburg-Harburg von der Polizei hinzugezogen, um Angehörige, Zeugen oder Betroffene psychosozial akut zu betreuen. Bis zu 60 Alarmierungen erreichen das KIT monatlich. Die KIT-Einsatzkräfte sind innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um für Betroffene da zu sein. KIT-Leiter Malte Stüben erklärte: "Die Polizei geht nach zehn Minuten wieder. Wir bleiben meist noch Stunden bei den Betroffenen - auch an Weihnachten oder Silvester."

Sowohl das ehrenamtliche KIT, als auch das Harburg-Huus sind auf Spenden angewiesen. Wer Sie unterstützen möchte, findet Möglichkeiten unter www.drk-harburg.hamburg/unterstuetzen.