Harburg - Mit seiner neuen Ausstellung rückt das Museum in Harburg ein Land in den Fokus, dessen bedeutende
Kultur und viele Jahrtausende währende Geschichte den meisten wenig bekannt ist: Das Archäologische Museum zeigt ab Donnerstag, 21. März, die Ausstellung „Syrien. Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit“ mit Fotografien von Yvonne von Schweinitz (1921-2015).
Die Fotografin reiste 1953 und 1960 nach Syrien in die heute weitgehend zerstörten Städte Damaskus, Homs, Hama und Aleppo, mit Abstechern in die Wüstenoase Palmyra und ins Alawitengebirge. Die Ausstellung lädt den Besucher ein, sich auf die Pfade der Reisefotografin Yvonne von Schweinitz zu begeben.
Das aktuelle Bild von Syrien ist geprägt von der medialen Berichterstattung über den Bürgerkrieg mit unzähligen Toten, zerstörten Städten und Kulturdenkmälern sowie Millionen von Menschen, die auf der Flucht sind. "Die Ausstellung hingegen vergegenwärtigt den kulturellen Reichtum und die historische Bedeutung Syriens und zeigt auf, dass die Geschichte Syriens trotz aller Widrigkeiten bestehen bleibt und das Land und seine Menschen nicht vergessen werden sollten", sagt Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss.
Die Ausstellung wird bis 16. Juni am Museumsplatz 2 gezeigt. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro, bis 17 Jahre frei. (cb)

Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss vor einem Foto des Stadttors von Aleppo aus dem Jahr 1960. Foto: Christian Bittcher



