Das Naturschutzgebiet Heimfelder Holz. Foto: Christian Bittcher
Das Naturschutzgebiet Heimfelder Holz. Foto: Christian Bittcher
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Heimfelder Holz: Hamburg sichert sich durch Kauf 43 Hektar wertvollen Wald

Heimfeld - Gute Nachrichten zum morgigen Tag des Waldes am 21. März: Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) hat rund 43 Hektar Wald im Naturschutzgebiet Heimfelder Holz von einem bisherigen Privateigentümer angekauft. Damit sichert die Stadt Hamburg einen artenreichen, alten Waldbestand langfristig für den Naturschutz und die Naherholung.

„Pünktlich zum Tag des Waldes setzen wir ein schönes Zeichen für den Naturschutz und die Lebensqualität in unserer Stadt. Wir sichern nicht nur einen einzigartigen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen, sondern erhalten auch einen wichtigen Erholungsort. Der dauerhafte Schutz dieses Waldes ist ein Gewinn für Mensch und Natur und wird Hamburgs Zukunft noch ein bisschen grüner machen“, sagt Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft.

Das Heimfelder Holz in Heimfeld ist rund 88 Hektar groß – das entspricht der Fläche von 123 Fußballfeldern. Bereits seit 2021 ist das Areal als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Mit dem Ankauf der bislang privaten Flächen durch die BUKEA befindet sich das gesamte Naturschutzgebiet nun dauerhaft in öffentlichem Eigentum.

Um die Natur zu schonen und gleichzeitig erlebbar zu machen, überarbeitet die BUKEA künftig das Wegenetz im Rahmen eines neuen Besucherinformationssystems für die Hamburger Naturschutzgebiete. Besucher sollen so auf ausgewiesenen Wegen durch das Gebiet geführt und die wertvollen Lebensräume so bestmöglich geschützt werden.

Aus wirtschaftlicher Perspektive ist der Kauf ebenfalls sinnvoll: Er beendet die Notwendigkeit von Ausgleichszahlungen für die strengen forstlichen Nutzungseinschränkungen im Naturschutzgebiet. Statt laufender Kosten sichert die Stadt mit einer einmaligen Investition diesen wertvollen Raum dauerhaft für alle Hamburger.

Hintergrund: Das Naturschutzgebiet Heimfelder Holz bietet Lebensraum für zahlreiche seltene und bedrohte Tierarten. Hier wurden 440 Käferarten nachgewiesen, darunter 122 Arten der Roten Liste und sogar zwei Urwaldreliktarten. Zudem kommen 37 Brutvogelarten sowie mindestens elf der 14 in Hamburg vorkommenden Fledermausarten vor. Besonders bemerkenswert ist das Vorkommen des Großen Mausohrs, der größten heimischen Fledermaus, die in Hamburg lange als verschollen galt.

Der Mischwaldbestand leistet mit seinen zahlreichen Baumhöhlen, vielfältigen Totholzstrukturen und seltenen Pflanzenarten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Er spielt als natürlicher Kohlenstoffspeicher auch eine bedeutende Rolle für den Klimaschutz.