Harburg - Millimeterarbeit im Harburger Binnenhafen: Am Donnerstag wurde der neue Kabeldüker mit Hilfe des
Schwimmkrans "Ijsseldelta" im Lotsekanal versenkt. 80 Meter lang und 80 Tonnen schwer ist der riesige Kasten aus Stahlblech, in dem die neue Stromleitung unter dem Lotsekanal verlegt wird. In dem Düker befinden sich 26 Leerrohre, die im Nachgang mit den 110kV Kabeln bestückt werden, die derzeit noch oberidisch durch den Binnenhafen verlaufen.
Ein wichtiger Schritt dafür war die Verlegung des Dükers von Stromnetz Hamburg auf dem Grund des Lotsekanals, östlich der Klappbrücke. Bereits am Mittwoch wurde er mit vier Autokränen auf einen Ponton-Katamaran gehoben. Dieser fuhr über die Süderelbe, Harburger Schleuse in den Lotsekanal. Dort wurde das Bauwerk dann in Position gebracht und Donnerstag abgesenkt.
In den 50er- und 60er-Jahren reichte diese Verbindungen für den gestiegenen Energiebedarf der wachsenden Stadt nicht mehr aus, so dass der Netzbetreiber für die überregionale Stromversorgung einen 110kV Hochspannungsring aufbaute.
Der Rückbau der Strommasten hat mehrere Gründe: Zum einen war laut Stromnetz Hamburg eine neue Trasse notwendig geworden, wobei derzeit ein Austausch von Hochspannungsleitung zu Erdverkabelung umgesetzt wird. Ein weiterer Grund ist der Neubau des Fraunhofer CML auf dem Eckgrundstück neben der Fischhalle, wo derzeit noch einer der Masten steht. (cb)

Jetzt liegt der Düker 8,5 Meter unter der Wasseroberfläche. Nach dem Verschließen der Kaimauern auf beiden Seiten wird außer den Ankerverbotsschildern nichts mehr vom Rohrdüker zu sehen sein. Foto: Christian Bittcher

