Schwer gezeichnet: Sänger Peter Sebastian erlitt Platzwunden und Prellungen im Gesicht. Foto: privat
Schwer gezeichnet: Sänger Peter Sebastian erlitt Platzwunden und Prellungen im Gesicht. Foto: privat
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Peter Sebastian im Büro überfallen: Sänger erlitt Prellungen und Platzwunden

Harburg – Man kann es einfach nicht glauben: Ausgerechnet Peter Sebastian, der sich seit Jahren für andere Menschen einsetzt, wurde am heutigen Montag Opfer eines Gewaltdelikts. Er erlitt Prellungen und Platzwunden im Gesicht und verbrachte den Abend in der Notaufnahme der Asklepios-Klinik.

Sänger und Entertainer Peter Sebastian (70) ist seit vielen Jahren Schirmherr des Gemeinnützigen Jugendwerk unfallgeschädigter Kinder in der Polizei und macht sich für Rollstuhlfahrer stark. Der Ehrenkommissar der Polizei hilft, wo er kann.

Und dann passiert etwas, auf das man nicht vorbereitet ist: Ein vermummter Mann stürmte am helllichten Tag in das Büro der Plattenfirma ToiToiToi-Records am Reeseberg 178a. Peter Sebastian war eigentlich mit einer Freundin verabredet, die jeden Moment kommen sollte. Doch es war ein komplett in schwarz gekleideter Mann. „Nur seine Augen waren zu sehen“, sagte Peter Sebastian

„Ohne Vorwarnung schlug er mir ins Gesicht, warf mich zu Boden und bedrohte mich mit den Worten: „Hände nach hinten, sonst steche ich dich ab. Er hatte ein Messer und Kabelbinder dabei“, sagte Peter Sebastian gegenüber harburg-aktuell.

In genau diesem Moment kam die Freundin zur Tür herein, mit der er gegen 15 Uhr verabredet war. Peter Sebastian: „Das war mein Glück. Der Unbekannte ließ von mir ab und stürmte zur Tür, um sie zuzuhalten. Dadurch konnte Schlimmeres verhindert werden.“

Außerdem betonte der Entertainer: „Man hört so oft von Gewalt, von Überfällen, von Dingen, die man kaum glauben kann. Aber man rechnet nie damit, dass es einen selbst trifft. Und wenn es dann passiert, bleibt vor allem eines zurück: ein zutiefst verstörendes Gefühl. Ich bin dankbar, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. Und ich hoffe sehr, dass dieser Mensch gefasst wird“.

Die Hintergründe zur Tat sind derzeit noch völlig unklar. Möglicherweise war es ein versuchter Raubüberfall. Eine Sofortfahndung der Polizei verlief ohne Erfolg. Messer und Kabelbinder wurden von der Polizei sichergestellt und werden nun auf Fingerabdrücke untersucht. Der Täter wird als groß, kräftig und maskiert beschrieben.

Wer am Montag gegen 15 Uhr verdächtige Beobachtungen in dem kleinen Einkaufszentrum am Reeseberg machen, oder Hinweise auf den Täter geben kann, informiert bitte die Polizei unter 040 4286-56789 oder über die Onlinewache.