Harburg - Anlässlich des 20. November, dem Tag der Kinderrechte, haben sich die Schüler der Schule Elfenwiese in Marmstorf intensiv mit ihren Rechten auseinandergesetzt. Unter dem Motto „Hier ist Platz für Kinderrechte“ gestalteten sie bunte Stühle, die künftig in der Schule, im Harburger Rathaus und in der Harburger Bücherhalle stehen werden.
Die Stühle erinnern in diesem Jahr besonders an die Kinderrechte auf Bildung und Freizeit. Hinter angebrachten QR-Codes verbergen sich kurze Erläuterungen, die von den Schülern selbst eingesprochen oder formuliert wurden. So werden die Stühle zu sichtbaren und zugleich hörbaren Botschaftern der Kinderrechte im öffentlichen Raum.
Die Schule Elfenwiese ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und Motorische Entwicklung im Stadtteil Marmstorf. Am 20.11. wurden die gestalteten Stühle von Schülern der Elfenwiese dem Harburger Rathaus und der Harburger Bücherhalle (Foto unten) übergeben.
Den Auftakt zum Aktionstag bildete am Morgen eine schulweite Veranstaltung in der Pausenhalle. Dort brachte jede Klasse ein zum Thema Kinderrechte gestaltetes Holzplättchen an eine Wand an. Mit einem Vorhängeschloss wurden die Plättchen symbolisch gesichert – als Zeichen dafür, dass die Kinderrechte geschützt sind und nicht „entwendet“ werden können.
Hintergrund der Aktion ist auch die aktuelle gesellschaftliche Lage: Angesichts der besorgniserregenden politischen Entwicklungen hat die Schule Elfenwiese im vergangenen Jahr entschieden, das Thema Demokratiebildung fest in den Schulalltag zu integrieren. Mittlerweile gibt es einen gut funktionierenden Schülerrat, Wahlen mit „echtem“ Wahllokal, ein engagiertes Schulsprecher-Team sowie zwei fest verankerte „Demokratietage“ im Schuljahr.
Die Schülerschaft der Elfenwiese ist sehr heterogen – demokratisches und soziales Lernen geschieht hier ganz konkret im Alltag. Die Aktion zum Tag der Kinderrechte zeigt eindrucksvoll, wie Kinder mit ihren eigenen Mitteln deutlich machen: „Für Kinderrechte muss überall Platz sein – in der Schule, in der Stadt und in den Köpfen der Menschen.“



