Harburg – Sie sind Harburgs neue StadtteilEltern: Ende März fand die feierliche Zertifikatsübergabe aus dem neuen Projekt Altes Land & Finkenwerder im Harburger Rathaus statt.
Das Besondere: Das Stadtteileltern Projekt Altes Land & Finkenwerder ist das erste Projekt Hamburg weit, welches über zwei Bezirke agiert: Neuenfelde und Cranz im Bezirk Harburg und Finkenwerder im Bezirk Hamburg Mitte.
Zertifiziert wurden 15 neue Frauen - 3 aus Neuenfelde und 12 aus Finkenwerder. Zwei besondere Gäste, die ein Grußwort gehalten haben, konnten begrüßt werden: Staatsrätin Michaela Peponis und Sozialdezernentin Dr. Anke Jobmann.
Seit vielen Jahren arbeiten bestehende Einrichtungen, Institutionen aber auch Bezirksämter und Politik aus beiden Bezirken gemeinsam an einer Unterstützung für Familien in Neuenfelde, Cranz und Finkenwerder. Die dort lebenden Familien haben ihre Lebensräume in beiden Bezirken etwa durch einen Kita – oder Schulbesuch.
„Die Stadtteile sind auf Grund ihrer geografischen Lage abseits von leicht zugänglichen Beratungsangeboten, ärztlicher Versorgung und Einkaufsmöglichkeiten. Für das Alte Land gibt es nur einen Supermarkt. In Finkenwerder gehen Familien in einem überteuerten Drogeriemarkt einkaufen, weil der nächste erst mit der Fähre in Altona zu erreichen ist. In Neuenfelde befindet sich zudem die Wohnunterkunft Neuenfälder Fährdeich, in der ein großer Anteil an Familien mit Kindern leben“, sagt Demi Akpinar, Leitung von KAMI e.V.
Das Stadtteileltern Projekt unterstützt Familien mit Migrationsgeschichte darin, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, indem sie die Anbindung an Schulen und Kitas fördern aber auch zu behördlichen Terminen wie dem Jobcenter oder der Krankenkasse begleiten und übersetzen.
Die Stadtteileltern selbst sind Männer und Frauen aus dem Stadtteil, die kulturell und sprachlich divers aufgestellt sind und mit ihren Ressourcen bestehende Angebote bestärken.
