Harburg – Sturmtief Elli ist da: Seit den frühen Morgenstunden schneit es und dazu weht ein böiger Wind. Es besteht weiterhin eine extreme Schnee- und Eiswarnung.
Vereinzelte Glätteunfälle und Liegenbleiber im Landkreis Harburg: Die Wetterlage hat laut Polizei am Morgen für vereinzelte Glätteunfälle im Kreisgebiet gesorgt. Glücklicherweise ist dabei bislang niemand schwer verletzt worden.
Verkehrsbehinderungen gab und gibt es in Bereichen von Autobahnanschlussstellen, weil dort Lkw auf den schneeglatten Gefällestrecken liegenbleiben und die Aus- oder Auffahrten versperren.
Auch auf der A7 in Fahrtrichtung Süden geht es ab Waltershof derzeit nur sehr schleppend voran. Grund waren Lkw, die große Probleme an der Steigung der Harburger Berge zwischen Heimfeld und Marmstorf haben.
Der Fernverkehr der Bahn im Norden Deutschlands wurde eingestellt. Zudem ist in Heimfeld Freitagmorgen um 7 Uhr ein Lkw von der Fahrbahn abgekommen. Auf der Straße Am Radeland in Heimfeld ist der Fahrer beim Ausweichen eines entgegenkommenden Sattelschleppers in die Gleise gerutscht.
Der Laster kam erst im Gleisbett zum Stillstand. Andere Lkw versuchten das Fahrzeug aus den Gleisen wieder auf die Straße zu ziehen – jedoch vergeblich.
Der Bahnverkehr in Richtung Stade wurde eingestellt. Betroffen ist auch der S-Bahnverkehr.
Das Sturmtief Elli mit seinem heftigen Schneefall verursacht zudem Einschränkungen im gesamten S-Bahn-Netz Hamburg. Es kommt zu Verspätungen, Ausfällen und kurzfristigen Linienänderungen. Unnötige Fahrten sollten vermieden werden.
Viele Straßen in Harburg sind am Morgen menschenleer. Es herrscht stille. Nur hin und wieder ist ein Schneeschieber zu hören. Die meisten Menschen bleiben zu Hause und machen Home-Office. Auf den Straßen, etwa auf der B75 (Foto unten), ist nur wenig Verkehr. Auf der festgefahrenen Schneedecke fahren die meisten Autofahrer besonnen. Die Schüler in Harburg Stadt und Land durften ebenfalls zu Hause bleiben.
Eine gute Nachricht gibt’s vom Deutschen Wetterdienst: Es werden bis zum Mittag etwa fünf Zentimeter weniger Schnee fallen, als erwartet.
Die Feuerwehr Hamburg hat mehrere vorbereitende Maßnahmen zur Bewältigung der zu erwartende Wetterlage getroffen. Neben einer personellen Verstärkung der Feuer- und Rettungswachen sowie zusätzlichen Führungsdiensten in Rufbereitschaft wurden mehrere Fahrzeuge in Dienst genommen oder für die Witterungsverhältnisse umgerüstet.
Für die Beseitigung von beispielsweise Eiszapfen, abgebrochenen Ästen oder absturzgefährdetem Schnee wurden zusätzliche Drehleitern im Stadtgebiet
bereitgestellt. Rüstfahrzeuge der berufs- und freiwilligen Feuerwehr wurden vorsorglich mit Räumschildern ausgestattet. Im Rettungsdienst wurden darüber
hinaus zusätzliche Rettungs- und Notfalltransportwagen bereitgestellt.
In der Zeit von 6:30 Uhr bis 15 Uhr wurden 72 wetterbedingte Einsätze durch die Feuerwehr Hamburg abgearbeitet. Im Bereich des Rettungsdienstes verzeichnete die Feuerwehr Hamburg keine erhöhten Einsatzzahlen.


