Harburg - Überfüllte Busse, überfüllte Haltestellen. Überfüllte Bahnsteige. Tag 1 ohne S-Bahn sorgte in Harburg am Montagmorgen
für chaotische Zustände. In der Moorstraße standen die Busse in langen Schlangen. Dort und direkt am S-Bahnhof wurden Fahrgäste heraus gelassen. Viele wollten den Busersatzverkehr umgehen und liefen zum Bahnhof. Dort standen die Massen dicht gedrängt am Gleis 2 und warteten auf den Metronom. Der kommt am Morgen teilweise um Vier-Minuten-Takt. In Harburg treffen die Züge aus Uelzen, Bremen und Cuxhaven zusammen. Viele waren bereits überfüllt, als sie einrollten. Längst nicht alle Wartenden kamen gleich in den ersten Zug. "Hier herrscht ein furchtbares Gedränge", sagt ein Zuggast. Über Lautsprecher wurde durchgegeben, dass auch die Fernbahnen, die in Harburg halten, mit Nahverkehrstickets zur Weiterfahrt genutzt werden können.
Bei der Bahn hat man am Morgen wenig von den Problemen mitbekommen. "Uns ist davon nichts bekannt", so eine Sprecherin. Der Busersatzverkehr liefe reibungslos. "Wir haben in solchen Situationen fünf bis sechs zusätzliche Gelenkbusse im Einsatz." Die werden aufgrund von mehreren Straßensperrungen in einem "Kreisverkehr" eingesetzt. Von Wilhelmsburg fahren die Busse direkt bis Harburg Rathaus, im Anschluss weiter nach Harburg und wieder zurück nach Wilhelmsburg. Bei der Bahn rechnet man mit etwa 20 Minuten mehr Fahrzeit. "Damit bin ich nicht ausgekommen", sagt ein Fahrgast. Man sollte mehr Zeit einplanen. Die Sperrung der S-Bahnstrecke zwischen Harburg und Wilhelmsburg dauert noch bis einschließlich 15. August. zv


