Blick ins Erlbenisbad: So haben viele Harburger das Midsommerland noch in ihrer Erinnerung. Foto: Christian Bittcher
So haben viele Harburger das Midsommerland noch in ihrer Erinnerung. Doch das Erlebnisbad sprudelt schon länger nicht mehr. Foto: Christian Bittcher
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Weitere Verzögerung beim MidSommerland: Harburger müssen noch länger warten

Harburg - Das im Harburger Stadtpark gelegene und von der städtischen Bäderland Hamburg GmbH betriebene „MidSommerland“ war das zentrale Schwimmbaderlebnis für Familien südlich der Elbe. Das weit über die Landesgrenze bekannte und beliebte „Spaßbad“ ist aufgrund von Renovierungs- und Erweiterungsmaßnahmen bereits seit 2023 geschlossen.

Während es im Sommer 2025 auf Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Birgit Stöver noch hieß, die vollständige Wiedereröffnung würde Ende 2027 erfolgen, ergab eine aktuelle Folgeanfrage, dass die komplette Wiedereröffnung nicht vor dem dritten Quartal 2028 erfolgen wird.

Dazu erklärt die Wahlkreisabgeordnete Birgit Stöver: „Seit 2023 fehlt den Harburgern mit dem MidSommerland ein zentrales Freizeit- und Sportangebot im Hamburger Süden. Die nun angekündigte weitere Verzögerung um etwa 9 bis 12 Monate bis Mitte/Ende 2028 bedeutet eine Gesamtschließzeit von rund fünf Jahren.“

Sie fügt hinzu: „Für Harburger bedeutet das, dass sie weiter auf entfernte Bäder ausweichen müssen. Dies hat längere Wege, höhere Kosten und eine weniger spontane Nutzung zur Folge. Auch Vereine und Schulen sind von der Dauerbaustelle betroffen. Der rot-grüne Senat verliert den Alltag der Menschen vor Ort aus dem Blick und der Hamburger Süden wird durch die verschobene Wiedereröffnung erneut vertröstet.“

Als Grund für die Verzögerung wurde vom Senat fehlende Baugenehmigungen und neuerdings die knapp sieben Wochen Wintereinbruch Anfang des Jahres genannt. Birgit Stöver kritisiert die mangelnde Vorsorge in der Bauplanung: „Warum wurde nicht robuster geplant, wenn der Bau im Winter doch absehbar war?“ Während der Senat die Frage nach neuen Risiken für Zeitplan, Kosten oder Umfang des Projekts verneinte und die Kosten sich weiterhin auf 52,4 Millionen Euro belaufen sollen, bleibt fraglich, wie realitätsnah diese Selbsteinschätzung nach der bereits eingetretenen Verzögerung noch ist.

Als Lichtblick sollte dennoch erwähnt werden, dass die Eröffnung der Trainingshalle weiterhin Ende 2027 geplant ist und Interessierte die Möglichkeit einer Baustellenbesichtigung erhalten sollen, sobald dies mit dem Projektfortschritt vereinbar ist.