Seit den 80er-Jahren gibt es den beschrankten Bahnübergang nicht mehr, der Schloßstraße und Schloßmühlendamm verbunden hatte. Foto: Christian Bittcher
Seit den 80er-Jahren gibt es den beschrankten Bahnübergang nicht mehr, der Schloßstraße und Schloßmühlendamm verbunden hatte. Foto: Christian Bittcher
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Brückenschlag in den Binnenhafen: Kommt jetzt die barrierefreie Brücke?

Harburg. Eine barrierefreie Brücke für Fußgänger und Radfahrer in den Harburger Binnenhafen ist das Ziel der SPD-Fraktion Harburg. Diesem, mit Unterstützung der Fraktionen der Grünen und der Linken eingebrachten, Antrag hat die Bezirksverssammlung Harburg in der Septembersitzung mehrheitlich zugestimmt und die Bezirksverwaltung aufgefordert, sich weiterhin bei den zuständigen Fachbehörden für die Realisierung einzusetzen.

Seit den 80er-Jahren gibt es den beschrankten Bahnübergang nicht mehr, der Schloßstraße und Schloßmühlendamm verbunden hatte. Er wurde durch die Seehafenbrücke für den motorisierten Verkehr, die Unterführung an der Neuen Straße für Rad- und Fußverkehr und später weitere zwei Fußgängerbrücken ersetzt.

Die leidige Situation der Anbindung des Harburger Binnenhafen an die Harburger Innenstadt ist seit langem bekannt. Die trennende Wirkung der B73 und der Bahnlinie nach Cuxhaven in der Innenstadt hemmt die Stadtentwicklung und insbesondere auch das Zusammenwachsen von Binnenhafen und Innenstadt. Im Tunnel kommt es immer wieder zu gefährlichen Konfliktsituationen wegen der Doppelnutzung durch Fußgänger und Radfahrer. Zudem ist keine dieser Querungen barrierefrei.

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher und Co-Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion Frank Richter sagt: „Der Rahmenplan Harburger Innenstadt betont den Vernetzungsaspekt von entsprechenden Verbindungen. Um die städtebauliche Barriere – auch im Kopf – zu überwinden, müssen Binnenhafen und Innenstadt durch mehrere Querungen miteinander verbunden werden. Dabei ist die Brückenlösung, die bereits 2023 in der Machbarkeitsstudie untersucht wurde, die wirtschaftlichste Lösung, eine komfortable, oberirdische und barrierefreie Querung entlang der alten Harburger Siedlungsachse zu schaffen. Drei Jahre später ist es nun Zeit, mit der Umsetzung zu beginnen. Es ist auch nicht mehr zu vertreten, dass in einer Zeit, in der Barrierefreiheit kein “kann”, sondern eine Selbstverständlichkeit sein sollte, der Binnenhafen nicht barrierefrei aus der Innenstadt erreichbar ist.”

Ein Hindernis auf dem Weg könnten denkmalschutzrechtliche Bedenken sein, da die Rampen der Brücke sich auf beiden Seiten im Umfeld historischer Bausubstanz befinden.

Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Michael Dose ist sich aber sicher: “Diese Bedenken könnten im weiteren Umsetzungsprozess sicher beseitigt werden. Die genaue Platzierung der Brücke und ihrer Rampen wird im Einvernehmen auch denkmalverträglich gewählt werden können. Zudem kann die Brücke auch mit einer filigraneren Struktur gestaltet werden, da die Brücke für geringer Lasten errichtet wird, da sie lediglich für Fußgänger und Fahrradfahrende ausgelegt sein muss.”