Harburgs neuer Gildekönig Ulf Schröder (r.) mit seinem Lebenspartner Lothar A. Kessler. Foto: André Zand-Vakili
Harburgs neuer Gildekönig Ulf Schröder (r.) mit seinem Lebenspartner Lothar A. Kessler. Foto: André Zand-Vakili

Proklamiert: Ulf Schröder ist der neue König der Harburger Schützengilde von 1528

Harburg - Die Harburger Schützengilde von 1528 hat einen neuen König. Um 17:53 Uhr fiel am Sonnabend nach dem 1.543. Schuss der Rumpf des hölzernen Vogels. Schütze war Ulf Schröder, der damit Borhen "Bo" Azzouz" ablöste. Um 19 Uhr wurde er auf dem Schwarzenberg proklamiert.

Es war ein Kampf Mann gegen Mann im Schießstand auf dem Schwarzenberg. Neben Schröder war nur Jörg Nolting, 1. Kapitän und damit Mitglied der Deputation in den Schießstand gegangen, zm auf den Rumpf des Vogel zu schießen. Schröder war schließlich der glücklichere Schütze.

"Am Morgen habe ich noch nicht gewusst, dass ich auf den Rumpf schießen werde", sagt Schröder. Als dann aber klar war, dass die Beteiligung beim Schießen um die Königswürde nicht so groß war, habe er sich spontan entschlossen in den Stand zu gehen. Der Rest ist jetzt Teil einer fast 500jährigen Geschichte.

Für Schröder ist es das zweite Jahr als König der Harburger Schützengilde. 2014 hatte er für Aufsehen gesorgt. Er war der erste bekennende schwule König der Harburger Schützengilde geworden. Schon damals war sein langjähriger Lebenspartner Lothar A. Kessler an seiner Seite. Damals wie heute hatte er sich beim ihm das OK geholt, bevor er in den Schießstand ging.

Vielen Mitgliedern und Freunden der Harburger Schützengilde ist Schröders Königsjahr vor neun Jahren noch in sehr guter Erinnerung. Auch weil die Karten für den Winterball in seiner Zeit damals reißenden Absatz fanden. Das ist kein Wunder. Schröder ist Schütze durch und durch und bestens vernetzt. Allein in neun Schützenvereinen ist er Mitglied. Zuletzt war er, wegen Corona, drei Jahre lang König in Moorburg gewesen. Er hat, wie er selbst sagt, Lust auf die Königswürde und den Willen die Harburger Schützengilde ausgiebig zu vertreten. zv