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Arne Weber in seiner neuen Galerie 1565. Foto: André Zand-Vakili
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Die Galerie 1565 eröffnet im Bornemannschen Haus im Binnenhafen

Harburg - Fünfeinhalb Jahre hat es gedauert, bis das Bornemannsche Haus in der Harburger Schloßstraße denkmalschutzgerecht saniert war. Jetzt ist es fertig und bekommt 458 Jahre nach seiner Errichtung eine neue Bestimmung. Es wurde eine der außergewöhnlichsten Galerien in Deutschland.

Galerie 1565. Der Name entstand in Anlehnung an das Jahr, als das Fachwerkhaus gebaut wurde. Damals regierte Herzog Otto II. Ein Jahr vor dem Bau des Bornemannschen Haus hatte es eine schlimme Überschwemmung in Harburg gegeben. Damals wurden deshalb Deiche gebaut und auch das Harburger Schloss zu einer stattlichen Residenz erweitert.

Das Bornemannsche Haus war eines der Bürgerhäuser. 1813 kaufte es Georg Ludwig Bornemann, der im Gebäude eine Färberei betrieb. Später wurde es ein Wohnhaus. 2006 erwarb Arne Weber das Gebäude.

Zur Eröffnung der Galerie am Donnerstagabend kamen geladene Gäste, darunter Ex-Senator Frank Horch, Ex-Airbus-Manager Dr. Georg Mecke, Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen oder Staatsrätin Jana Schiedek. Selbst Harald Falckenberg, der weltweit unter den bedeutenden Kunstsammlern auf Platz 22 steht, schaute vorbei.

Weber ließ die jüngste Geschichte des Gebäudes noch eine Revue passieren. Ursprünglich hatte man das völlig runtergekommene Gebäude angesichts des Zustands abreißen lassen wollen. Doch dazu war das Fachwerkhaus zu bedeutend. So wurde es aufwendig saniert. Der ursprünglich Plan, dort Studentenwohnungen zu bauen, wurde verworfen. "Ich hatte mich in das Haus verliebt", sagt Weber.

Dann kam die Idee der Galerie. Klar war auch: Das Haus soll innen nicht wie ein Neubau aussehen. Das tut es nicht. Aufwendig wurden Wände frei gelegt, der alte Boden restauriert. Die alten Ziegel, das Fachwerk, stellenweise Putz, geben dem Inneren ein spektakuläres Aussehen.

Jetzt hängen die erste Kunstwerke in der Galerie, die ab Montag geöffnet hat. Zum sehen sind Werke von 16 Künstlern, darunter Anna Mrzyglod aus Düsseldorf, Xinyan Zhang aus Berlin oder Violetta Ehnsperg aus Wien. Der Star, da ist Weber sich sicher, wird aber immer das Haus bleiben. zv